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oben in II, S. 13 flg. bemerkt, durch ein mythisches Band zusammengehalten.

Da also die Mysterien aus verschiedenen Elementen entstanden und ausgebildet waren, so muss auch ihre Wirkung aus verschiedenen Ursachen erklart werden. Nationalstolz und Fürstengunst haben manchen Mysterienfesten jenen Prunk verliehen, der gewiss viele anzog, den sie sonst nicht interessierten. Auch hat der in die geheimen Mythen und heiligen Symbole hineingedeutete tiefere Sinn') gewiss auf zum Grübeln veranlagte Köpfe seinen Eindruck nicht verfehlt. Aber beides setzt schon ein Raffinement der Ausstattung, eine Vertiefung des Denkens, also eine schon vorgeschrittene Kultur voraus. Dann wirkten Umstande mit, die der urspriinglichen Religion fern lagen. Um den primitiven Sinn und Zweck zu ergründen, muss eine andere Erklarung versucht werden, und zwar diese, dass die mystischen Zeremonien in ihrer ersten Gestalt einen magischen Charakter hatten, den sie übrigens, wie sich zeigen wird, auch spater sei es in höherem sei es in minderem Grade bewahrten.

Sehen wir nur bei den eleusinischen Mysterien zu. Dieser Dienst der Demeter (Erdmutter), und der Persephone oder Kore (Madchen),2) mag zwar früh schon von Agypten aus beeinflusst sein, war aber doch in seinem Wesen ein altgriechisch chtonischer Kult d. h. Kult der unterirdischen Götter. Die chtonischen Kulte aber waren, wie es einer der berufensten Forscher ausdrückt "ursprünglich in erster Reihe praktische Magie.'3) Die alteste Feier der eleusinischen Weihen hat wohl hauptsachlich Getreide- und Kindersegen

1) Besonders die "heilige Heirat" gab dazu Vcranlassung. Vgl. Porphyrius, Plotins Leben, 15.

2) Nach Harrison, Proleg. S. 274, sind Demeter (Mutter) und Kore (Madchen) "tatsachlich nur die altere und jüngere Form derselben Person" d. w. s. der Erde oder Korn-göttin.

3) L. Bloch, Der Kult u. d. Myst. v. Eleus. (1896) S. 34.

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