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Hierophant habe den Mysten, gleichwie die agyptischen Priester ihren Glaubigen, ') Zauberformeln offenbart, vermittelst deren sie jedwede Schrecknisse der Unterwelt zu überwinden und zu den Gefilden der Seligen zu gelangen vermochten.2)

F oucart sucht ferner seine Vermutungen durch die Tatsache zu stützen, dass der bei den Agyptern herrschende Brauch, den Verstorbenen Amulette mit derartigen Formeln (oder gar Verzeichnisse dieser Formeln, das sg. Totenbuch) mitzugeben, auch den Griechen nicht ganzlich fremd gewesen ist.3) Es sind nl. in einigen Grabern Unteritaliens (Grossgriechenlands) auf Goldplattchen eingeritzte Sprüche, von gleicher Tendenz und unverkennbar von orphischer Denkweise, gefunden worden. Hier ein Beispiel: 4)

Aber wenn deine Seele das Licht verlassen der Sonne,

Rechts gehe ein, wie es tun soll, wer wohl sich vor Allem in Acht nimmt.

Freue dich, da du erfuhrst, was nie zuvor du erfahren:

Ein Gott wurdest du aus einem Menschen, ein Böckchen fielst du in die Milch.

Freue dich, freue dich, den Weg rechts ziehend

Hin zu den heiligen Wiesen und Hainen der Persephoneia:

Inscr. Gr. Sic. e. It. 642. Der Ausdruck "Ein Böckchen fielst du in die Milch," oder, wo der Sterbende selbst redend eingeführt wird, Insc. 641 "fiel ich in die Milch" war gewiss das Symbol (Erkennungszeichen) einer orphischen Gemeinde, und soll wohl besagen, dass, wie ein Böckchen zu den Eutern der Mutter, sö der verstorbene Dionysosmyste zu seinem Gotte wiedergekehrt sei. 5) Also dergleichen Formeln und Jenseitsschilderungen sollen, nach Foucart, den in Eleusis Eingeweihten mitgeteilt worden sein und zwar

indem ihnen, wie gesagt, zugleich eine anschauliche Dar•

1) Rech. s. 1'orig. S. 62.

2) Rech. s. 1'orig. S. 63—66.

3) Rech. s. 1'orig. S. 66 flgg.

4) Rech. s. l'orig. S. 69. Vgl. auch Harrison, Proleg. S. 663 flg.

5) Dieterlch, De hymnis Orphicis capitula quinque (1891) S. 36 flg.

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