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den Namen der Persephone erwarten — auf Gerhard und Welcker.1) Wie es sich aber hiermit auch verhalten möge, jedenfalls gemahnt uns diese Stelle und vorzügüch die in wenigen Verszeilen ausgepragte Jenseitsschilderung unwillkürlich an jene oben erwahnten orphischen Grabamulette und wenn wir nun annehmen, dass in den kleinen Mysterien dergleichen Formeln ofïfenbart wurden, so wird es sehr begreiflich, weshalb man jene Weihen "leicht mitzuteilende" (s. II, S. 10) und "eine Vorbereitung der folgenden Zeremonien" (a. a. O.), d. h. der Jenseitsdarstellungen in den grossen Mysterien nannte; auch würde der orphische Einfluss auf die kleinen Mysterien, der sich schon aus der Tatsache dass in diesen auch Dionysos eine Rolle spielte, (s. II S. 10 flg.) folgern lasst, dadurch ausser jedem Zweifel gesetzt werden.

Setzt man aber voraus, dass die Magie bei den eleusinischen Weihen die Hauptrolle spielte, so ist selbstverstandlich gleiches auch bei den anderen Mysterien vorauszusetzen. Und bei den Isisweihen z. B. ist dies umsomehr der hall, da der Charakter des Apuleius, wenn wir ihn naher ins Auge fassen, von vornherein schon vermuten lasst, was ihn wohl bei dieser Weihe insbesondere in solch hohe Entzückung gebracht haben mag.

Gewiss hat Apuleius auch das Symbolische im Isiskulte mit reizenden Farben geschildert und die Symbole der verschiedenen Mysterien, an die er sich beteiligt, in einem Leinentuche sorgfaltig verborgen gehalten.2) Aber ein regeres Interesse hat er doch dem Magischen zugetragen. Denn es

') Hippolyt. Adv. Haer. Add. e. Corr. ad p. 164, 80, S. 573. Vgl. über die unterirdische Aphrodite auch Roscher u. d. W. Aphrodite in Rosclier, Lex. d. Myth. I Sp. 402 flg. u. 394 und H. v. Prott, Ein ,'spè( vó^of der

Eleusinien, Ath. Mitt. XXIV S. 260. Nach Harrison, Prol. S. 308 316,

ist Aphrodite wesentlich eine Neugestallung der Kore.

2) Apol. 55.

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