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obgleich er infolge seiner auch nach Augustinus' Urteil vortrefflichen ') "Apologie" (s. III S. 36) zweifellos freigesprochen wurde, obgleich es nicht bewiesen werden konnte und auch durchaus nicht wahrscheinlich ist, dass er magische Künste zu verbrecherischen Zwecken angewandt, so kann doch auch andererseits nicht geleugnet werden, dass er durch sein lebhaftes Interesse fürs Geheimnisvolle Anlass zu solchen Beschuldigungen gegeben2) und bei seinen Zeitgenossen sowohl als bei der Nachwelt für einen grossen Zauberer gegolten hat. Ja, er wurde spater sogar als Magiër neben Apollonios von Tyane genannt und seine Wunder den Wundern Jesu entgegengesetzt!3)

Nach diesen Voraussetzungen über das magische Element in den Mysterien, gilt es, dieses so weit wie möglich aufzuspüren und so genau wie möglich zu bestimmen. Zu diesem Zwecke werden wir, dem Stande des Quellenmaterials gemass und zur leichteren Orientierung des Lesers, erst die agyptische Religion und sodann die Mysterien in ihrer Gesamtheit, mit einigen ethnologischen Parallelen behandeln.

mondes, LXXXV (1888) S. 571—608 u. Apulée. Roman et magie, S. 231—307.

1) Vom Gottesstaate VIII, 19, 138. Brief, 19.

2) Monceaux, Apul. mag. S. 601; vgl. Rom. et mag. S. 291.

3) Monceaux, Apul. mag. S. 601—6085 Rom. et mag. S. 292—307. Vgl. auch J. Geffcken, Zwei gr. Apol. S. 298.

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