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Krokodile, denen sie förmliche Opfer ') bringen, betragen.... ich habe mehr als einmal auf kleinen gebrechlichen Flossen an der Mündung von Flüssen an der Südküste meine Reisen zurücklegen müssen, beinahe immer war ich zur Beruhigung meiner Begleitung genötigt, einen Priester mitzunehmen, der wahrend des ganzen Weges betete um uns die Krokodile günstig zu stimmen. Manchmal kamen fünf, sechs und noch mehr dieser ungeschlachten Tiere in die Nahe unserer Fahre, ohne jedoch je etwas gegen uns zu unternehmen. ' Dergleichen auch in früheren Zeiten gewiss nicht mangelnde und keineswegs unerklarliche2) Erfahrungen gaben alsdann zu jenen magischen Beschwörungen Anlass.

Heliodoros hat in seinem spannenden und farbenprachtigen Romane "Aithiopische Geschichten" auch das Leben eines Isispriesters eingehend geschildert und somit eine förmliche Encyclopadie der Zauberkünste geliefert. Kalasiris nl., jener Isispriester, erforscht die Zukunft durch Divinationskünste, III, i6, legt Traume aus, IV, 15, pflegt im Traume mit den Göttern Umgang, III, 11 flg. Genau weiss er Auskunft darüber zu erteilen, wie eine echte Göttererscheinung von eiteln Traumgebilden zu unterschéïden sei,

III, 13:3) "Götter und Damonen nehmen, wenn sie zu

uns kommen und von uns gehen, höchst selten die Gestalt von anderen Geschöpfen, meistens aber die von Menschen an, um so durch die Ahnlichkeit besser auf unsere Einbildungskraft zu wirken. Den Uneingeweihten können sie nun wohl verborgen bleiben, dem Scharfblick des Weisen entgehen sie nicht; sie sind zu erkennen an den immerfort scharf und unverwandt blickenden und die Wimpern4) nie

1) ^ gl. über Krokodilverehrung Wilken, Het animisme bij de volkeren van den Indischen archipel, Ind. Gids VI (1884) I S. 992—995.

2) Wie weit die Vertraulichkeit zwischen Menschen und Krokodilen zu gehen vermag, ist bei Wiedemann, Herod. zw. Buch, S. 217 flg. zu lesen.

3) Hierbei ist die Übersetzung von Th. Fischer (1869) benutzt.

4) Dasselbe sollte auch bei Verstorbenen der Fall sein, Plutarch. Gr.

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