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sieen" ') die "gemeinschaftlichen Gebete", d. h. den persönlichen Erscheinungen der Götter oder Damonen den öffentlichen Kult gegenüberstellt a. a. O. 3. Hiermit gesteht der des Geheimdienstes kundige Autor ein, dass in den Mysterien die Götter selber den Augen der Eingeweihten sich darboten.

Im sechsten Abschnitt versucht Abammon auf die Frage des Porphyiios, wie ein Mensch einen Gott zu bedrohen vermöge, eine Antwort zu geben. Die Frage hatte so gelautet2): "Noch viel unsinniger .. . ist es aber, dass ein dem Ersten Besten unterworfener Mensch nicht nur, wenn es so trifft, einem Damonen oder der Seele eines Verstorbenen, sondern dem Könige Helios selbst oder dem Monde oder irgend Einem der Himmlischen mit Drohungen Schrecken anjagt und lügt, damit jene (die Götter) die Wahrheit sagen sollen. Denn zu sagen, dass er den Himmel erschüttern werde und die Heimlichkeiten der Isis enthüllen und das Geheimnis in Abydos zeigen und die Barke zum Stillstehen bringen und die Glieder des Osiris dem Typhon vorstreuen — welche grössere Tollheit ware denkbar, als mit dem zu drohen, was man weder weiss noch kann, und welche elendere Schwache als, gerade so wie unwissende Kinder, einen so leeren Schrecken und solche Erdichtungen zu fürchten?" Hierauf Abammon, VI, 5: "Mit allen derartigen Pormeln bedrohen die Menschen nicht, wie du meinst, die Sonne oder den Mond oder irgend einen der Himmlischen — denn es würden dann noch argere Unsinnigkeiten geschehen, als woriiber du Unwillen bezeigst — sondern

1) In dem zweiten Abschnitt verbreitet Abammon sich ausführlich über die Autopsieen und legt dar, wie die Erscheinungen der Götter, Erzengel, Engel, Damonen, Archonten, Heroen, Seelen von einander zu unterscheiden sind und welche Wirkungen sie beziehungsweise ausüben. Wir kommen hierauf spater zurück.

2) Sie ist uns von Eusebios in der " Vorbereitung zum Evangelium" V, 10 Ed. Gaisford I S. 420 flg. und Theodoret, Heil. d. gr. Aff. III, 67 Ed. Raeder S. 87 erhalten.

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