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eine negative Vorbereitung nennen möchte, waren die vielen Reinigungen durch Waschen mit fliessendem Wasser, Berauchern mit Fackeln, Schwefel, Weihrauch, Bestreichen mit Öl, allerlei Salben und lehmartigen Stoffen. Medea "übertaute sich dreimal das Haar mit aus dem Flusse geschöpftem Wasser," ehe sie die Götter der Nacht anruft, Ov. Verw. VII, 189 flg. Der zauberkundige Neuplatoniker Proklos sagt in seinem Kommentar zu Plat. Kratyl. S. 106, dass der Theurge sich bei der apollinischen Weihe (wie sie in den beiden Zauberpapyri von Parthey beschrieben wird) mit der "eisigen Woge der lautrauschenden Salzflut" besprengen soll. Den zu verjüngenden Ason reinigt Medea "dreimal mit Feuer, dreimal mit Wasser, dreimal mit Schwefel", a. a. O. 261. Bei der apollinischen Anrufung im zweiten Zauberpapyrus von Parthey wird Z. 17—20 dem Magiër geboten sich den Mund mit einem Weihrauchkorn zu berauchern und die Lippen mit einer Salbe, wovon Honig eines der wichtigsten Ingrediente ist, zu bestreichen. Im Pariser Pap. heisst es 1339 flg: "Reibe dir den Leib mit Styraxöl ein". In Lukians «Totenbeschwörung" erzahlt Menippos, wie er vor seinem Eintritte in die Unterwelt vom Magiër Mithrobarzanes gereinigt worden sei, 7: "UmMitternacht führte er mich zum Tigrisstrom,') reinigte mich und strich mich ab und sauberte mich mit Fackeln und der Meerzwiebel und noch mehr anderen Dingen." Dieses Abstreichen mit Gips, Lehm oder Schlamm, war auch gebrauchlich wenn man den bösen Einfluss unheilvoller Traume verscheuchen wollte, Plutarch, Über die Damonenfurcht 3.

Auch dieses lehrt uns die Völkerkunde. Die Israeliten hielten von jeher das Wasser für zauberkraftig.2) Die Mos-

1) Vgl. C. Fossey, La Magie assyrienne (1902) S. 71: "Insbesondere galten die Gewasser des Tigris und des Euphrat für rein." In Totenbesch. a. a. O. wird Menippos auch mit Wasser aus dem Euphrat gewaschen.

2) Blau, Das altjüd. Zauberw. S. 158 flg. vgl. auch 146 u.63. Schudt,

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