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zuschreiben, so haben die Indiër in verwegener Logik die Schlussfolgerung gezogen dass die der Mantrams (Zaubersprüche) kundigen Brahmanen ihre Götter seien. ') Die Beschwörungen selbst sind teils Hymnen, wie bei den Indiern von alters her die des Atharvaveda,2) jetzt aber bisweilen auch Gesange zu Ehren der mohammedanischen Heiligen üblich sind 3) und von den malayischen Zauberern im Namen Allahs allerlei inlandische Geister angerufen werden.4) Teils sind die Beschwörungen auch förmliche mythische Erzahlungen, wie bei den Papuas5) und den Hupa0) oder verkürzte Sagen, wie bei den Malayern.7) Fremdlandische Namen8) und unverstandliche Worte9) sind gleichfalls sehr beliebt. Auch das Ausstossen von einzelnen Vokalen fehlt nicht. So brummt der tungusische Schamane bei der Beschwörung ein a, a, a, a, a, und i, i, i vor sich hin. 10) So soll bei den Tlinkit der Schamanenlehrling eine Fischotter, deren Zunge für seinen Beruf unerlasslich ist, toten, indem er den einzigen Laut "o", viermal hintereinander mit verschiedener Betonung ausstösst.") Und sehr oft kommt es vor, dass der Zauberer, wie z. B. bei den Arawaken (in Guayana) heult, zischt, pfeift, kurz, alle möglichen Töne der Tierwelt nachahmt.I2)

1) M. Williams Brahmanism and Hindüism or religious thought and life in India3 (1887) S. 201 flg.

2) Hymns o. t. Atharva-Veda, Übers. mit Komment. von M. BI oomfield in den Sacr. Books o. t. East, Vol. XLII (1897).

3) v. Andrian, Über Wetterzaub. S. 24.'

4) Skeat, Mal. Mag. S. 117 flg., vgl. auch 176 flg., 424 flg. u. s. w.

5) B.Hage n,Unterden Papuas in DeutschNeu-Guinea( 1899)8.266. Anm.**)

6) Gesammelt und übersetzt von Goddard, Lif. a. cult. o. t. Hupa S. 252—368.

7) Vgl. Skeat S. 98 flg. u. 426. 8) Vgl. z. B. Skeat S. 178.

9) Vgl. z. B. die malayischen Zaubertexte bei Skeat, Appendix, S. 581—672.

10) Radloff, Das Schamanentum und sein Kultus. S. 50.

11) Kr au se, Die Tlinkit-Indianer S. 285.

12) Evang. Miss. Mag. N. F. III (1859) S. 445. Vgl. auch Skeat, Mal.

Mag. S. 442.

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