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Höhepunkt der Magie war das Erscheinen der Seelen, Damonen oder Götter. Manchmal wurde diese "Autopsie"1) auch Andern, meistens jedoch nur dem Magiër oder den von ihm beeinflussten jüngeren oder alteren Medien zu Teil, Pap. Paith. I, 186: "So nun wird der Gott von dir allein gesehen werden." Diese Erscheinungen sind furchtbar und für den ara Zauber nicht Beteiligten gefahrlich. Hermes z. B. ist, nach Goodwins Gr. Eg. Frg. on Mag. S. 8:2) "Schaudererregend zu sehen, schaudererregend zu hören", und in der orphischen Argonautika heisst es V. 903 flg. Artemis (Hekate) sei

Schrecklich den Menschen zu sehen und sChrecklich den Menschen zu hören, Schützt man die Weihen nicht vor und bfingt man nicht Opfer zur Sühnung.

Und wenn in Lukians Totenbeschw. 7, Menippos versichert, der Magiër habe ihn deshalb gereinigt "damit ich nicht von den Erscheinungen geschadigt werde," so ist dieses in voller Übereinstimmung mit den Anweisungen der Zauberpapyri. Vgl. Pap. Parth. I 271 flg..- "Siehe zu, dass du kein Blatt (von dem S. 137 erwahnten Lorbeerzweige mit sieben Blattern) verlierst, und dich selbst beschadigst" und Pap. Parth. I, 346 flg., wo der Magiër den Gott bittet, ihm nicht zu schaden. Auch soll man dem erscheinenden Gotte nicht ins Antlitz sehen, Achtes Buch Mos. S. 185, 5 flg.: "Wenn der Gott eintritt, so sehe nicht mit unverwandtem Blicke hin, sondern schaue zu deinen Füssen."

Überall gilt die Geisterbeschwörung als das Höchste in der Zauberei und in den meisten Fallen sind es nur die Magiër bzw. Medien, welche die Geister schauen. Diese besonders veranlagten und sorgfaltig vorbereiteten Beschwörer, Schamanen, Medizin-Manner, oder welchen Namen sie auch tragen mögen, nehmen daher bei fast allen Vólkern eine Ausnahmestellung ein. Den gewöhnlichen Menschen ist

1) Vgl. V S. 96 und 124 flg.

2) Auch bei Dieterich, Abraxas S. 63.

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