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Das antike Mysterienwesen in religionsgeschichtlicher, ethnologischer und psychologischer Beleuchtung

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es, nach der fast überall waltenden Ansicht, auch durchaus nicht wünschenswert, mit den übermenschlichen Wesen in Berührung zu kommen. Nach jüdischer Anschauung vermag der Anblick von Damonen sogar tödlich zu wirken.') lm alten Indien beschwur man Damonen und Gespenster herauf um das feindliche Heer zu erschrecken.2) Bei den Papuas stirbt derjenige welcher vom "Wada" (eine Art Damon) berührt zu sein glaubt.3) Bei den Javanen gilt der Anblick oder die Berührung der meisten Geister für lebensgefahrlich.4) Wen der Geist bei den Dschagga einmal berührt hat, der ist ein Kind des Todes.5) Die Grönlander behaupten, der Anblick der "Inue" (Geister) könne Tod oder Starrkrampf verursachen.G) Es ist ganz in Übereinstimmung mit diesen Anschauungen, dass, wenn bei den Yoruba eine Geisterbeschwörung stattfindet, die Anwesenden sich mit dem Antlitze zur Erde niederwerfen, indem der Beschwörer mit dem Geiste spricht und seine Antworten erklart.T)

Hatten die magischen Handlungen und Sprüche allerlei praktische Zwecke, wie Schutz vor Feinden und Gefahren, Heilung von Krankheiten und Gebrechen, Beeinflussung des Wetters, so bezweckte die Beschwörung der übermenschlichen Wesen hauptsachlich das Erhalten von guten Ratschlagen und das Vorherwissen der Zukunft,8) wie es sich so pragnant in dem griechischen Worte für Totenbeschwö-

1) Knorr v. Rosenroth, Cabb. denud. II, S. 128. Eisenmenger, Entd. Jud. II, S. 435 u. 451; Joël, Der Aberglaube u. d. Stellung des Judentums zu demselben I (1881) S. 66 fl.

2) Atharva-Veda XI, 9, I, 6, 15 u. s. w., vgl. XI, 10, I. Übers. v. Bloomfield S. 123 flgg.

3) A. E. Pratt, Two years among New Guinea cannibals (1906) S. 317.

4) yan Hien, De Jav. geestenw. I S. 13 flgg., 20 flgg., 32.

5) A. Widenmann, Die Kilimandscharo-Bevölk. S. 32.

6) J. Mestorf, Die altgrönland. Relig., Glob. XIX (1871) S. 23.

7) A. B. Ellis, The Yoruba-speaking peoples S. 103.

8) Vgl. das V S. 89 angeführte Beispiel.