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den, ob sie wohl alle eingeweiht seien ? Als Hauptzweck der samothrakischen Weihen wird dies ausdrücklich bezeugt in Schol, zu Aristoph. Frieden 277: "In Samothrake waren gewisse Weihen, welche, wie es scheint, zur Abwehr von Gefahren vollzogen wurden" oder "Wenn sie (die Eingeweihten) in Gefahren gerieten, riefen sie die Damonen an, um zu erscheinen und zu helfen", und auch zu 278: "Die Mysterien der Kabeiren. Man glaubt, dass die in dieselben Eingeweihten aus Gefahren und Stiirmen gerettet werden." Das Band aber gemahnt uns an jenen Schleier, den Odysseus von Leukothea erhalt, um schwimmend die Insel der Phaiaken erreichen zu können, Odyss. V. 333—462; vgl. dazu das Schol, zu Apoll. Rhod. I, 917: "— und man sagt, dass Odysseus, in Samothrake eingeweiht, einen Schleier statt einer Binde gebraucht habe." Leukothea aber, die auch im samothrakischen Kulte vorkam — die Insel hiess in den altesten Zeiten Leukosia') — wird im 74 orphischen Hymnus V, 8—10 so angerufen:

Hilfreich nahe, o Göttin, den wohlberuderten Schiffen!

Sende mit freundlichem Rate den Eingeweihten, o Herrin,

Günstigen Wind, dass die Fahrt auf dem Meere sie glücklich vollenden!

Auch die Argonauten waren, der Sage nach, dort gelandet

dass sie, belehret Lber Gesetz, an Geheimnis so reich, in geheiligten Weihen Besser gescbirmt, auf stürmischer Flut, vollenden die Meerfahrt,

Ap. Rh. I, 916 flgg.2). Vgl. auch Diod. Sikul. V, 49: "Weitberühmt sind die Erscheinungen dieser Götter und die wunderbare Hilfe, die sie in Gefahren den Eingeweihten, welche sie anrufen, leisten. ... Jason und die Dioskuren, Herakles und Orpheus, welche die Weihen empfangen, sollen das Ziel aller ihrer Unternehmungen erreicht haben, weil diese Götter

0 Vgl. Schirmer u. d. W. Leucothea, Rosch. Lex. Myth. II, Sp. 2014.

2) Nach O. \V ilimanns Übersetzung, dessen Hexameter wohl die korrektesten in der deutschen Sprache sind.

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