Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

übrigens, dass sie nicht nur den Wahnsinn erzeugten, sondern ihn auch vertrieben. So führt in den "Wespen" des Aristöphanes V. 119 Bdelykleon seinen "gerichtswiitigen" Vater behufs Heilung seiner lacherlichen Raserei zu den Verehrern der Korybanten, ') freilich ohne Erfolg. Aus Platons Euthydemos S. 277^ ergiebt sich, dass die Priester und Mysten den Initianden auf einen Stuhl setzten und im Kreise umtanzten; der Kreis aber galt, wie wir an einer spater zu zitierenden Stelle sehen werden, für "Besessenheit erregend." Durch Geschrei und Gerausch aber versuchte man die Raserei gleichsam zu übertauben und den verstörten Geist wachzurufen. Sehr hübsch vergleicht daher Platon in seinen "Gesetzen" VII S. 79od diejenigen, welche die "Heilungsweihen der Korybanten vollziehen," mit den Ammen und Müttern, welche die zeternden Kinder nicht durch Ruhe, sondern durch Gesang und Bewegung zu beschwichtigen suchen, und wie er S. 791 a sagt:2) "Die von aussen beigebrachte Bewegung wird über die innere Meister, mag diese nun in Furcht (nl. bei den Kindern) oder in Raserei (nl. wie bei den Einzuweihenden) bestehen. Nach diesem Siege zeigt sich bald, dass sie in der Seele Stille und Ruhe hervorgebracht hat. Das wilde Pochen in der Herzgegend, das so lastig geworden ist, hört auf und dies ist in jeder Hinsicht eine grosse Wohltat. Jene (nl. die Kinder) können nun in Schlaf versinken und auf die Wachenden (nl. Einzuweihenden) welche man mit Tanz und Flötenspiel behandelt, ist mit Hilfe der Götter, denen man jedesmal gesegnete Opfer darzubringen hat, die Wirkung diese, dass sie anstatt der früheren 3) Tollheitsanfalle wieder eine vernünftige Haltung annehmen können."

1) Vgl. v. Leeuwen in seiner Ausgabe der Wespen zu V. 8.

2) Hierbei ist die Übersetzung von Eyth (1874) benutzt.

3) Das an dieser Stelle befindliche Yfj.iv ist sinnlos und vielleicht ein Dittographem aus dem vorhergehenden hxvikcöv.

Sluiten