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bildern geschmücktes Gewand umgehangt, Met. XI, 24. Hierauf wurde der "Geburtstag der Einweihung" mit festücher Mahlzeit gefeiert. Ein "heiliges Frühmahl" am dritten Tage galt als die "gebührende Vollendung der Weihe."

Im Mithraskulte zeigen sich dieselben Analogien. Der ausgepragt asketischen Moral dieser Sekte gemass waren bei der Aufnahme Fasten, geschlechtliche Abstinenz und allerlei Reinigungen erforderlich. Nach Tertullians schon III S. 58, vgl. auch IV S. 69, erwahnten Stelle, Üb. die Vorschr. der Haer. 40 hat Mithras auch seine "Enthaltsamen" und verspricht der Teufel in Nachaffung der christlichen Taufe auch bei diesen Mysterien "Sühnung der Vergehen durch ein Waschbad. Porphyrios berichtet in seiner Abhandlunsr

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"Uber die Nymphengrotte" (eine allegorische Deutung von Homeros' Odyssea XIII, 102—112) 15: "Wenn sie nun den in den Löwengrad Einzuweihenden in die Hande statt des Wassers Honig zum Waschen eingiessen, so ermahnen sie dieselben, die Hande rein zu halten von allem Krankenden, Schadlichen und Schmutzigen. . . . Auch reinigen sie die Zunge mit Honig von allem Sündhaften." In demselben Grade wurde, ebenfalls nach Porphyrios, Üb. die Enthalts. IV, 16 (schon III S. 57 erwahnt) den Eingeweihten ein mit allerlei Tierfiguren bestickter Mantel umgehangt. Bemerkenswert sind sowohl in' diesem Grade, wie in dem ersten, nl. dem der "Raben," die Tiernamen. Bei einem christlichen Schriftsteller etwa aus der Mitte des vierten Jahrhunderts, Ps. August; "Fragen aus dem alten und neuen Testament," Frg. 114, heisst es: "Einige schlagen wie Vögel mit Flügeln, die Stimme des Raben nachahmend; andere brüllen nach Art dei Löwen, was sehr lebhaft au die Zauberer der hatuivölkei erinnert, s. oben S. 144* So waren, ausser den anderen Vermummungen, auch Tiermasken gebrauchlich.J)

1) Cumont, Text. e. Mon. I S. 315 flg.

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