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Ferner sind in den Überresten von Mithraeen eherne Schellen, wohl zur Abwehr der bösen Geister,') und steinerne Kugeln,2) die man gleichfalls zu magischen Zwecken verwenden mochte, gefunden. An Weihrauch wird es nicht gefehlt haben; aus den Überresten derTieropfer ergiebt sich, dass Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine, vorzüglich jedoch Geflügel, zumal Hühner, geschlachtet wurden.3) Gewiss haben die Mithraspriester, wie überhaupt allerlei magische und divinatorische Künste,4) so auch Eingeweideschau — und im Oriënt waren gerade die Eingeweide von Hühnern hierzu beliebt — getrieben.5) Sehr merkwiirdig ist, was wir ferner bei dem soeben zitierten christlichen Gewahrsmann lesen: "— einige, deren Hande mit Hühnereingeweiden festgebunden sind, werden über mit Wasser gefüllte Gruben geworfen; alsdann naht sich einer mit einem Schwerte, der jene Eingeweide durchschneidet und sich den "Befreier" nennt." Die Mysten sollten eben durch allerlei sonderbare und schreckenerregende Handlungen, von denen noch spaterhin die Rede sein wird, auf die Probe gestellt werden. Dem heiligen Siegesmahle, das wohl am Schlusse der ganzen Einweihung gehalten wurde, schrieb man aussergewöhnliche, ja unsterblichmachende Wirkungen zu.°)

Auch die Gnostiker, die in mancher Hinsicht an die von uns schon II S. 11 u. 27, IV, S. 77» "VI, S. 162 flg. berührten Orphiker gemahnen und deren phantastische Lehren ihren wesentlichsten Bestandteilen nach auf orientalischen Ursprung zurückzuführen sind,7) hatten ihre Weihen, über welche wir bisher von den christlichen Pole-

1) Cumont, Text. e. Mon. I S. 68.

2) Cumont, Text. e. Mon. I S. 68.

3) Cumont, Text. e. Mon. I S. 68 flg.

4) Cumont, Text. e. Mon. I S. 301 f. f.

5) Cumont, Text. e. Mon. I S. 69 u. 301*

6) Cumont, Text. e. Mon. I S. 321.

7) Gruppe, Gr. Myth. u. Rel. II S. 1622—1629.

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