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mikern nur mangelhaft, in letzterer Zeit jedoch durch echte gnostische Schriften besser belehrt sind. Erwagt man, dass nicht nur hervorragenden Geistern, wie Simon, Menander, Karpokrates u. a., sondern den Gnostikern überhaupt Ausübung der Magie nachgesagt wurde, so ist schon von vornherein zu vermuten, dass diese Weihen einen magischen Charakter hatten, und dies wird auch sowohl durch die Zeugnisse der christlichen Polemiker als der neuen gnostischen Funde bestatigt. Diese mystischen Zeremonien waren sehr eigentümlich. Der hl. Irenaeus behauptet in seinem Werke "Wider die Haeretiker" I, 13 (Ed. Massuet) oder I, VII, S. 115 der Ed. Harvey, von Markos, nach dem die Sekte der Markosianer benannt wurde, Folgendes: "Er macht dass Becher mit gemischtem Weine, indem er vorgiebt sie zu weihen und die Formel der Anrufung in die Lange zieht, purpurfarben und rot glanzen, sodass es scheint, die Gnade, welche iiber Alles ist, traufle durch seine Anrufung ihr eignes Blut in jenen Becher, und die Anwesenden höchlich verlangen aus jenem Kelche zu kosten, damit auch in sie die vom Magiër angerufene Gnade einfliesse" vgl. den Verfasser der Philosophoumena, VI, 39, S. 296 flgg. Ed. Dunck., der hierbei auf die Taschenspielereien der damaligen Magiër verweist, vgl. oben S. 169 Anm. 2). Irenaeus versichert auch, I, 21 S. 95. Ed. Massuet, dass bei der gnostischen Einweihung eine Taufe stattfinde, und dass andere gewisse hebraische Namen') hinzufügen «um die Einzuweihenden mehr entsetzen zu machen," u. S. 96, dass sie ferner den Eingeweihten mit Saft von Balsam einreiben. Diese fragmentarischen und verworrenen Berichte sind durch die heutigen Funde etwas aufgeklart. Wichtig ist hier vor allem das sg. zweite Buch Jeu,2) worin Jesus seine Jünger zusam-

1) In den Zauberpapyri kommen bekanntlich hebraische Namen oft vor.

2) Ibersetzt von C. Schmidt in Koptisch-gnostische Schriften I (1905)

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