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Das antike Mysterienwesen in religionsgeschichtlicher, ethnologischer und psychologischer Beleuchtung

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menruft, um ihnen die "grossen Geheimnisse" (Mysterien) mitzuteilen vermittelst welcher die Seele von Sünden gereinigt werden und den Weg durch alle Orte des Jenseits finden soll.') Bevor er ihnen jedoch diese Geheimnisse sagt, gibt er ihnen erst die drei Taufen, nl. des Wassers, des Feuers und des hl. Geistes. Zum Behufe der ersten müssen die Jünger aus den Handen eines Mannes und einer Frau, die frei von Geschlechtsgenuss sind, je einen Krug Wein empfangen und Weinzweige holen.2) Jesus aber, so heisst es weiter, legte ein Opfer auf, steilte einen Weinkrug zur Linken und den anderen zur Rechten des Opfers, und legte Narden nebst anderen Krautern darauf, liess alle Jünger sich in leinene Kleider hüllen, steckte in ihren Mund und legte in ihre Hande gewisse Krauter und steilte sie vor das Opfer. Jesus aber stand bei dem Opfer, breitete an einem Orte leinene Kleider aus und steilte einen Becher Weins darauf und Brote der Anzahl der Jünger gemass, legte Olivenzweige auf den Ort der Darbringung und bekranzte sie alle mit Olivenzweigen.3) Nach einem Gebete Jesu, worin viele eigentümlichen Buchstabenverbindungen ohne begreiflichen Sinn, wie Azazê, eiazei, zaraei u. a., und "unaussprechliche" Namen vorkommen, geschieht ein Wunder: der Wein zur Rechten des Opfers wird zu Wasser, alsdann tieten die Jünger vor Jesus, der sie tauft und ihnen von dem Dargebrachten giebt.4) Hierauf folgt die Feuertaufe, 5) womit wohl die Selbstentziindung des Weihrauches, der mit Myrrhen, Narden, Zimmtöl und anderem Raucher-

S. 303—329, auch in Gnost. Schr. in Kopt. Sprache (1892) S. 193—223, mit schatzbaren Untersuchungen über diese gnostischen Werke.

1) Koptisch-gnost. Schr. I S. 303, Gnost. Schr. S. 193.

2) Kopt.-gnost. Schr. I S. 308, Gnost. Schr. S. 198 flg.

3) Ahnliche Zeremonien in der gleichfalls unter den Kopt.-gnost. Schr. I übersetzten sg. Pistis Sophia, S. 243 flg.

4) Kopt.-gnost. Schr. I S. 309, Gnost. Schr. S. 200.

5) Kopt.-gnost. Schr. I S. 309—311, Gnost. Schr. S. 200—202.