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Christi verwandelt werde, ist die logische Consequenz der früheren unklaren Anschauungen über die Eucharistie. Bezüglich der Wirkungen des Abendmahls sei hervorgehoben, dass es schon frühe als ein "Pharmakon (Zaubermittel) der Unsterblichkeit" galt,1) dass man aber auch- von schrecklichen Erscheinungen zu erzahlen wusste, die demjenigen widerfuhren, der das Geweihte mit unheiligen Handen berührte,2) ja dem Nichtgeweihten konnte der Genuss der Eucharistie tödlich sein.3) Und wenn auch behufs der Witterung und anderer dergleichen Zwecke Messen gelesen wurden,4) und das Messopfer als segenbringend selbst für Verstorbene gilt,5) so kann man vom religionsgeschichtlichem Standpunkt all dieses nur als Magie bezeichnen.

Eine Hauptrolle spielt die Magie auch bei den Mysterien der aussereuropaischen-, vorzüglich der Naturvölker. Auch diese Mysterien sind, wie die des Altertums, von sehr verschiedener Art. Bald sind es Bünde von Mannern, bald von Weibern; bald Vereinigungen gewisser Standesgenossen, bald Geheimbünde mit politischer Oppositionstendenz, bald staatliche Institutionen mit padagogischen oder anderen Zwecken. Eine kurze Auswahl des u. E. Merkwürdigsten und Wichtigsten möge hier folgen, wobei man indessen bedenke, dass auch hier, ganz wie bei den antiken Mysterien, das Tatsachenmaterial wegen des ebenfalls streng gewahrten Stillschweigens keineswegs reichhaltig ist.

Wie bei den Griechen die orphische Geheimlehre, so entwickelte sich bei den Israeliten die Kabbala, und wie die Orphiker, so trieben auch die Kabbalisten mit dem grössten Eifer Magie. °) Askese, Aufsuchen von einsamen Gegenden,

1) Vgl. Anrich, Das ant. Myst. S. 181 flg.

2) Cyprian, Über die Gefallenen, Maurinerausg. S. 189.

3) Cyprian, a. a. 0.5 vgl. Anrich, S. 220 flg.

4) Goblet d'Alviella, Eleusinia S. 146.

5) Schrod, u. d. W. Messe Sp. 1330.

6) W ünsche u. d. W. Kabbala, Herz. Realenc.3 S. 682 u. 688} Kaufmann

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