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Leben der Naturvölker ist, können uns insbesondere die Nachrichten über den Dienst der Wong (Geister) bei den Yoruba (an der Sklavenküste) naher aufklaren.') Das Wongpersonal nl., das einen Geheimbund ausmacht, zerfallt in zwei Klassen, der Wongtscha oder Okanto (d. h. Besitzers eines Wong bzw. jemand der im Stande ist zu wahrsagen) und der höherstehenden Gbalo (Propheten). Die Wongtscha sind sowohl mannlichen als weiblichen Geschlechts. Durch jeden dieser redet je ein Wong und zwar immer derselbe, wenn er "von ihm Besitz nimmt" oder "der Wongtscha den Wong ergreift." Untergeordnete Wongtscha miissen durch künstliche Tanze und das Verrichten von Wundern sich darüber ausweisen, dass sie mit einem Wong in Verbindung stehen. Angesehene Wong reden nur bei wichtigen Gelegenheiten, oft nur an ihrem Jahresfest; weniger angesehene können wegen jeder Kleinigkeit durch ihren Wongtscha befragt werden. Alle Antworten werden im Zustande der Besessenheit gegeben. Nur wer sich als Wongtscha bewahrt und die Zustimmung seiner Kollegen erhalten hat, kann Gbalo werden. Wongtscha giebt es sehr viele, Gbalo nur sehr wenige. Bei der Aufnahme in den Geheimbund wird man im Tanzen, Wundertun (angeblich Taschenspielereien) und in einige medizinische Kenntnisse eingeweiht. Eine grosse Rolle aber bei den Heilungen spielen die Amulette, welche, wie die Neger sagen, mit Hilfe oder nach Anleitung der Fetische gemacht werden.2) Und in Uganda wird bisweilen, zum Zwecke einer Krankenheilung eine förmliche Weihe gehalten.3) Dabei werden — und zwar nur von Leuten, die zuvor schon die Weihe erhalten

1) Bohner, Ist der Fetischismus die ursprüngliche Religion der Neger? in Ev. Miss.-Mag. N. F. XXXII (1888) S. 354 flgg.

2) Bohner, Ist der Fetischism. u. s. w. S. 359.

3) P. van Th iel, Le sorcier dans 1'Afrique équatoriale, in Anthropos, Internat. Zeitschr. f. Völk.- u. Sprachenkunde I (1906) S. 53—57.

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