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weihte" und überhaupt vergleicht er gern die Inkubation mit der Mysterienweihe. Vgl. Vierte heil. Red. S. 503 flg. Ed. Dind., Ed. Keil. II, S. 427, woselbst er erzahlt, er habe, ehe er die "gottgesandten Traume" erwartete, sich aufverschiedene Weise gereinigt, "und nachdem," so fahrt er fort, "drei oder vier Tage vergangen waren, wird mir eine Stimme im Traume, dass es genug sei und ich wieder zurückkommen solle. Dies war nun nicht nur irgend einer Weihe ahnlich, da die Handlungen (Dromena, vgl. II S. 19) so göttlich und wunderbar waren, sondern es ereignete sich auch etwas durch Ungewöhnlichkeit Staunenswürdiges: ich hatte nl. zu gleicher Zeit guten Mut, war froh, und in bester Stimmung der Seele und des Körpers, zugleich aber auch war mir, alsob ich bezweifelte, ob es mir je wieder vergönnt werden sollte den Tag zu erblicken, an dem ich mich selbst frei von so grossem Elend sehen wiirde, und als ob ich dabei befürchtete, es würde wiederum eine von den gewohnten Unglücksfallen die Hoffnung auf eine vollstandige Genesung vereiteln." Eine Ahnlichkeit zwischen jenen "gottgesandten Traumen" und gewissen Weihen hat demnach stattgefunden, wie ja auch Plutarch an der VI S. 154 herangezogenen Stelle von einer "Freude" spricht "wie sie die Einzuweihenden unter Furcht und Entsetzen, vermischt mit süsser Hoffnung haben."

Fragen wir aber, an welche Weihen Aristeides hier dachte, so waren es gewiss keine Geheimfeste wie z. B. zu Eleusis, sondern Mysterien, in welche vorzugsweise Einzelne eingeweiht wurden, wie z. B. die der Isis. Und dass er gerade an diese gedacht haben mag, ist auch deshalb sehr wahrscheinlich, weil er mit den Priestern der agyptischen Götter auf freundschaftlichem Fusse stand, Erste heil. Red. S. 452 Ed. Dind., Ed. Keil II S. 382 und ein eifriger Verehrer der Gottheiten des Nillandes war. Er behauptet, Isis und Sarapis seien ihm im Traume erschienen, Dritte heil. Red.

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