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S. 5°° Ed. Dind., Ed. Keil II S. 424 und hatten ihm Orakel1) erteilt, Vierte heil. Red. S. 530 Ed. Dind., Ed. Keil II S. 449. Sarapis, der ihn aus einem Seesturme errettet,2) verherrlicht er in einer eignen Rede, Ed. Dind, I S. 81—97, Ed. Keil II, S. 352—362 mit allen nur erdenklichen Lobsprüchen, a. S. f. f. Nicht ohne Grund hat daher Lafaye, Hist. cult. div. Al. S. 84 behauptet, er habe die heiligen Bücher über die Mirakel des Sarapis eingesehen. Man darf also getrost annehmen, ein der agyptischen Religion so ergebener Mann sei auch ihrer geheimen Zeremonien nicht unkundig geblieben.3) Jedenfalls stimmen, gleichwie der Lebenslauf des Aristeides mit dem des Apuleius,4) so auch die "Heiligen Reden" mit dem elften Buche der "Metamorphosen" in mancher Hinsicht schlagend überein und erklaren sie sich wechselseitig.

Wie Aristeides, so halt auch Apuleius erstaunlich viel auf Traume. Er versichert, die Göttin Isis habe ihm "im Dunkel der Nacht durch keineswegs dunkle Befehle" deutlich zu verstehen gegeben, dass die Zeit der Weihe für ihn gekommen sei, XI, 22 (vollstandig in III, S. 49 angeführt), ein Jahr nach der Aufnahme habe "die ewig wache Fürsorge der wohltatigen Gottheit aufs neue seinen Schaf unterbrochen und ihn aufs neue an die Weihe gemahnt," 26. Und auch hierbei bleibt es nicht, sondern nach kurzer Zeit wird er "durch unerwartete und in jeder Hinsicht wunderbare Befehle der Göttin wiederum im Schlafe angetrieben und genötigt sich auch einer dritten Weihe zu unterziehen," 29 vgl. III, S. 52. Und nach dieser dritten Einweihung

ï) Vgl. Bouché-Leclerq, Hist. d. 1. divinat. III S. 383.

2) Dass Seefahrende öfter den Sarapis um Hilfe anflehten, bezeugt auch der hübsche Brief eines römischen Soldaten agyptischer Herkunft an seinen Vater, in A. Erman u. Fr. Krebs, Aus den Papyrus der Kön. Mus. (1899) S. 214.

3) Vgl- Reitzenstein, Poimandres S. 203.

4) Vgl. Lafaye, Hist. cult. div. Al. S. 83.

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