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Das antike Mysterienwesen in religionsgeschichtlicher, ethnologischer und psychologischer Beleuchtung

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erscheint ihm Osiris "nicht in irgend einer anderen Gestalt, sondern persönlich ihn seiner ehrwürdigen Anrede würdigend," 30. Wie sehr auch der Bericht des Apuleius ausgeschmückt sein mag — was sich ja bei derartigen Erzahlungen von selbst versteht — so darf doch, da der Glaube an Traumerscheinungen der agyptischen Götter auch durch zahlreiche Inschriften bezeugt ist, ') keineswegs alles für Fiktion erklart werden, und hatte Burckhardt Recht mit seiner Behauptung, Die Zeit Const. d. Gr.2 S. 196 flg.: "Das Einzige, was bei diesen Weihen auf eine systematische Behandlung des geistigen Menschen hindeutet, sind die bestandigen, gewiss nicht ganz unwillkürlichen Traume, wahrend welcher man den Willen der Isis über alle und jegliche Angelegenheiten vernimmt. Neben eigentlichem Betrug, der ja dem Schlafenden Traume ins Ohr flüstern kann, ist doch auch eine dauernde künstlich genahrte Nervenaufregung gar wohl denkbar." Und warum sollten auch Leute, die den ganzen Tag über sich dem Dienste der Isis weihten, nicht zur Nachtzeit in ihren Traumen die Göttin gesehen haben ? Denn es ist wohl zu beachten, dass die in die Isismysterien Einzuweihenden sich nicht, wie bei anderen Geheimkuiten, nur einige Tage der Reinheit befleissigten, sondern schon langere Zeit zuvor "eifrig dem Dienste der Gottheit oblagen," Met. XI, 21, vgl. auch was Apuleius XI, 19 erzahlt: "Ich mietete mir ein Hauschen innerhalb der Ringmauern des Tempels, worin ich meine Wohnung eine Zeit lang aufschlug, und, obzwar noch nicht dem vollen Dienste der Göttin geweiht, mit ihren Priestern Umgang pflog und der grossen Gottheit unzertrennlicher Verehrer war." Und wie Lafaye Hist. cult. div. Al. S. 112 sehr richtig bemerkt: "Diese Enthaltsamkeit2) zusammen mit

1) Drexler, u. d. W. Isis in Roscher Lex. d. Myth. II Sp. 524.

2) Über die Enthaltsamkeit bei den Isisweihen, vgl. Met. XI, 23, oben III, S. 50, aber auch XI, 22 (III, S. 48) dass nl. die Weihekandidaten