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oben VI S. 147, findet, spater zurückkommen. Wie bei der Mithrasweihe das schon III S. 57 erwahnte "Bild der Auferstehung" vorgeführt wurde, lasst sich nicht naher bestimmen.

Auch den Christen war jene Ekstase,l) in welcher man Gesichte zu sehen und Offenbarungen zu horen glaubt, durchaus nicht fremd. Allbekannt, aber noch nicht in jeder Hinsicht aufgeklart, ist jene Stelle im zweiten Korintherbrief, 12, 2—4, wo der Verfasser von sich selbst sagt: "Ich weiss von einem Menschen in Christo, dass vor vierzehn Jahren (ob es im Körper war, weiss ich nicht, ob es ausser des Körpers war, weiss ich nicht, Gott weiss es) ein solcher bis zum dritten Himmel entrückt wurde. Und ich weiss von einem solchen Menschen, dass er (ob im Körper oder ausser des Körpers, weiss ich nicht; Gott weiss es) bis zum Paradies entrückt wurde und unaussprechliche Worte hörte, welche es einem Menschen nicht vergönnt ist zu sagen." Weinel macht hierzu, Die Wirk. d. Geist. S. 129 die Bemerkung: "Sicherlich war des Paulus Zustand bei seinen Visionen ein solcher dem Starrkrampf ahnlicher. Und der Apokalyptiker erzahlt — allerdings nach dem Muster alterer Stellen —: "Und als ich ihn (Christus) sah, fiel ich vor seinen Füssen nieder wie tot, Apk. I, 17 (Dan. VIII, 18)". Auch von den Gnostikern z. B. von Valentin werden ahnliche Visionen, auf welche sie weiterhin ihre Spekulationen gründeten, berichtet, Weinel, Die Wirk. d. Geist. S. 177 u- 181. Insbesondere aber stand bei den Montanisten die Ekstase in hohen Ehren, wie es Tertullian in seiner höchst lesenswerten Schrift "Über die Seele," dem ersten Versuche einer christlichen Psychologie, bezeugt, 9: "Es befindet sich heutzutage eine Schwester bei uns,

i) Vgl. hierüber vorzüglich H. Weinel, Die Wirkungen des Geistes und

der Geister im nachapostolischen Zeitalter bis auf Irenaeus, (1899) und vom katholischen Standpunkte P. Schanz, u. d. W. Verziickung in Wet. u. Welt. Kirchenl.2 XII Sp. 853—869.

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