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überall zusammenhangendes, ohne einen leeren Raum zu dulden, verbreitetes Fluidum, dessen Feinheit keinen Vergleich zulasse und das seiner Natur nach geeignet sei, alle Eindrücke der Bewegung zu empfangen, fortzupflanzen und mitzuteilen; die Eigenschaft des tierischen Körpers, welche denselben für den Einfluss der Himmelskörper und die Wechselwirkung der ihn umringenden Körper empfanglich mache, welche sich durch ihre Analogie mit dem Magnet offenbare, habe ihn dazu bestimmt, sie "tierischen Magnetismus" zu nennen.') Der tierische Magnetismus ist keine Substanz, sondern eine Bewegung, gleich dem Ton in der Luft, gleich dem Lichte im Ather in einer gewissen Reihe des universellen Fluidums modifiziert.2) Durch Gedanken und Willen ist dieser Magnetismus auf beseelte und unbeseelte Körper zu übertragen. Durch Manipulationen und auch vermittelst gewisser Leiter von Holz, Eisen, Glas u. a. erregt der Magnetismus in den Kranken die zur Heilung nötigen Krisen, welche sich meistens durch Konvulsionen, bisweilen aber auch durch Schlaf kundgeben.3) Diese Theorie des universellen Fluidums sowie die Anweisungen welche M e s m e r für die Praxis des Heilverfahrens gegeben hat, sind also im eigentlichen Sinne als "Mesmerismus" zu bezeichnen.

Die Nachfolger Mesmers haben seine Theorie missverstanden und den "tierischen Magnetismus" welchen er für eine Bewegung erklarte, zu einer Substanz gemacht. So sagt Deleuze, übrigens der besonnenste der französischen Magnetisten, in seinen allgemeinen Bemerkungen und Grundregeln u. a.: "Da wir nicht begreifen können, dass ein Körper auf einen andern in der Entfernung wirke, ohne dass zwischen

1) Aus den 27 Satzen worin Mesmer sein System zusammenfasste, so weit wie möglich, im Wortlaut entlehnt, vgl. Kiesewetter, F. A. Mesmers Leb. u. Lehr. S. 156 flgg. und H. R. P. Schroeder, Gesch. des Lebensmag. u. Hyp. S. 220 flg.

2) H. R. P. Schroeder, Gesch. d. Lebensmag. S. 263.

3) H. R. P. Schroeder, Gesch. d. Lebensmag. S. 215 flgg.

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