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Priester sich von jeher viel mit Traumen beschaftigten, dürfte jeden Zweifel heben. Der Inhalt dieser somnambulistischen Visionen, welcher natürlich dem Gedanken- und Vorstellungskreise entsprach, worin sich der Initiande seit Wochen vertieft hatte — ganz wie die Somnambulen des neunzehnten Jahrhunderts sich durchgangig im Banne des orthodox-christlichen Glaubens befanden, — wird uns spater beschaftigen. Hier sei nur noch auf etwas Ausserliches der Nachdruck gelegt. Es kommt wiederholt vor, dass die im Somnambulismus und ahnlichen Zustanden sich Befindenden wie leblos niederliegen und zuweilen sind sie sich dessen spater auch wohl bewusst. So sagte ein Medium dem Arzte, der mit ihr experimentierte "sie werde wahrscheinlich einmal in diesen Anfallen (nl. des Somnambulismus) sterben, ihre Seele hange im Anfall so wie so nur mit einem ganz dünnen Faden am Körper, so dass der Körper oft kaum mehr leben könne".') Auch hat sich der Fall vorgetan, dass eine Somnambule für tot begraben wurde und im Sarge starb2). Dieses macht es nur allzu begreiflich, weshalb Apuleius von der Einweihung sagen konnte: "Ich ging bis zur Grenze des Todes".

Bei den Weihen der Korybanten und anderer asiatischen Gottheiten hat, wie schon VI S. 163 flgg. erwahnt, vor allem die Tatsache, dass sich die Geweihten in der Ekstase Verletzungen beibrachten ohne dieselben zu fühlen, das lebhafte Interesse des Altertums erregt. Unleugbar ist in der Hypnose oft die Empfanglichkeit für Schmerzen dermassen herabgesetzt, dass ihre Wirkung alsdann einer Narkose gleichkommt;3) ob aber auch jene durch heftige monotone

1) C. G. Jun g, Zur Psychol. u. Pathol. sogenannter occulter Phaenomene (1902) S. 25.

2) P. Despine, Étude scientifique surle somnambulisme etc. (1880)S. 199.

3) W. Preyer u. d. W. Hypnotismus in Real-Encycl. d. ges. Heilkunde X, S. 77.

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