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Das antike Mysterienwesen in religionsgeschichtlicher, ethnologischer und psychologischer Beleuchtung

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Krankheitsfallen bei den Galla1): "Das Verfahren der hoda gleicht dem modernen Hypnotisieren und wird unter Larm und Paukenschlag an dem Kranken vollzogen, von dem man behauptet, dass er in nervöse Zuckungen verfalle, was ja wohl begreiflich ist, und dann die Stelle am Körper angebe, die des arztlichen Eingriffes bedarf'2), wobei wir also auch mit einer Art Somnambulismus zu tun hatten. Jedenfalls dürfte ein derartiges Verfahren das Vermuten rechtfertigen, dass es sich auch bei der VI S. 193 erwahnten Krankenweihe in Uganda, wobei dem Patienten befohlen wird, niederzufallen und wieder zu erwachen, um Hypnose und Suggestion handle, umsomehr, da ja demselben Tags vorher die Zunge durchstochen wurde, ohne dass ihr Blut entfloss, was doch eine ungewöhnliche physiologische Erscheinung ist. Dass in dem S. 217 erwahnten Belli-Paaro die Hypnose mit posthypnotischer Suggestion angewendet werde, ist eine schon öfter ausgesprochene Vermutung3), die auch bezüglich der anderen S. 216 und VI, S. 191 berührten Mysterien gelten dürfte; ob indessen Stolls Mutmassung "dass wir vielleicht in den Gebrauchen des afrikanischen "Zauberwaldes" den letzten, langst nicht mehr verstandenen Wellenschlag der agyptischen Isis- und Osirismysterien zu erblicken haben"4) begründet ist, muss dahingestellt bleiben.

Hier müssen wir auch auf die ekstatischen Vaudoufeiern (vgl. VI S. 194 flg.) zurückkommen. Bei denselben soll namlich, ausser andern merkwürdigen Erscheinungen, auch Anasthesie eintreten. " Manchmal", so versichert G. d' A1 a u x, "ist sogar die physische Unempfindlichkeit vollkommen. Ein

1) Ethnographie Nordost-Afrikas. Die geistige Kultur der Danakil, Galla und Somal. (1896) S. 63.

2) Ethn. N.-A. D. geist. Kult. S. 65 flg.

3) L. Frobenius, Mask. u. Geheimb. S. 126; vgl. auch Th. Achelis, Die Ekstase in ihrer kulturellen Bedeutung (1902) S. 56.

4) Suggest. u. Hypnot. i. d. Völkerpsych.2 S. 351.