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gleichfalls für eine Art Hypnotisierung ') zu halten, um so mehr da ja die Suggestibilitat des Rezipienden durch das vorhergehende Fasten, Traumen u. s. w. aufs Höchste gesteigert sein muss.

Mit diesen Ausführungen über die Suggestion und ihre Wirkungen im Geheimbundwesen ist zugleich naher erklart, weshalb wir die Mysterien als im Wesentlichen für identisch mit der Magie erklart haben. Denn die Suggestion ist ja, wie schon S. 224 gesagt, im Grunde genommen eine psychische Einwirkung ohne Rasonnement und die Magie wirkt, nach Plotin, bei Personen, mogen es nun Menschen2) oder übermenschliche Wesen3) sein, auf das Vernunftlose, eine Theorie, der in Hauptsache auch Hegel zustimmt4), wenn er dabei von der "unmittelbar" wirkenden Ge walt des Geistes spricht. Fallt also einerseits die Suggestion under den Begrifïf dessen, was man früher als Magie zu bezeichnen pflegte, so lasst sich andererseits die Magie zum grössten Teil auf Suggestion zurückführen. Und naturgemass mussten die Suggestionswirkungen, gleich denen der Ekstase, s. o. S. 204, bei den Mysterienfesten, welche von einer grosseren Anzahl Teilnehmer gefeiert wurden, weniger eingreifend sein als bei den Einzelweihen, zu denen man öfter Individuen von besonderer Veranlagung auswahlte; so wird denn das "Sterben" und "Wiedergeboren

1) Schon J. E. F1 etc her, bei Schoolcraft, Information resp. t. History, Condition a. Prospects o. t. Indian Tribes o. t. U. S., III, S. 288, hielt es nicht für unwahrscheinlich, dass diese Medizinmanner "das Geheimnis des Mesmerismus oder des magnetischen Einflusses" besitzen.

2) Ennead. IV, 4, 40 u. 43.

3) Ennead. IV, 4, 43, vgl. oben V, S. 100.

4) Encyclop. phil. Wiss. § 405, Zusatz, Vollst. Ausg. VII 2. Abt. S. 155— 157. Man kann hierbei — wie es ja auch geschehen ist — auf Hegels Ausspruch "Das Prinzip der Zauberei ist, dass zwischen dem Mittel und dem Erfolg der Zusammenhang nicht erkannt wird" aus "Vorlesungen über die Philosophie der Religion," XI,2 S. 294, verweisen.

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