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suchen die nötigen Vorsichtsmassregeln in Acht genommen worden sind. Aber Prof. und Mrs. Sidgwick haben bei ihren Proben mit der Übertragung zweistelliger Ziffern auf zu diesem Zwecke hypnotisierte Personen sich strenger Vorsicht befleissigt und trotzdem zum Teil staunenswerte Resultate erzielt. So waren von 644 Versuchen, wobei Agent und Perzipient im gleichen Raume sich befanden, 117 Treffer, statt der Zufallszahl 8; von 228 Versuchen jedoch, wobei Agent und Perzipient durch eine Mauer raumlich getrennt waren, nur 8 Treffer statt der Zufallszahl 2 bis 3,') wahrend von 333 spateren von Mrs. Sidgwick und Miss A. Johnson angestellten Experimenten2) mit raumlicher Trennung (doch so, dass die Entfernung zwischen den Versuchspersonen 17 Fuss3) nicht überschritt) 39 gelangen, statt der Zufallszahl 4.') Mit "Zufall" Hessen sich hierbei allenfalls nur die an zweiter Stelle erwahnten Versuche erklaren; sonst war entweder "Telepathie" einzuraumen oder eine noch unbekannte Fehlerquelle aufzudecken.

Prof. A. Lehmann5), Direktor des psychophysischen Laboratoriums zu Kopenhagen, hat das Letztere versucht, wobei er sich geradezu gegen die auch nach seiner Ansicht mit aller Akkuratesse genommenen Proben von Sidgwick richtete. Indem er nun einerseits voraussetzte, dass der Agent beim Vorstellen eines Gedankenbildes seine Sprachorgane nicht dermassen in der Gewalt hat, dass ihm kein "unwillkiirliches Flüstern" entschlüpft, und anderseits darauf hinwies, dass bei der Hypnose leicht Hyperasthesie eintritt, vermutete er, dass jenes "unwillkürliche Flüstern" vom Perzi-

1) Proc. Soc. Ps. Res. Vol. VI (Dec. 1889) S. 128—170.

2) Experim. i. thought-transfer., in Proc. Soc. Ps. Rs. Vol. VIII (1892)8. 536—596.

3) Exp. thought-transf. S. 543.

4) Exp. thought-transf. S. 540 flg. u. 546 flg.

5) Schon von uns V, S. 109 Anm. 1), S. III flgg., 116 Anm. 2, 119 Anm. 5) und VI, S. 173 erwahnt.

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