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man dieses alles und auch Stellen wie Apul. Metam. XI, 5 (s. oben III S. 41) woselbst Isis mit der stygischen Proserpina identifiziert und XI, 25 (s. oben IV, 73) woselbst sie als Herrscherin über die Götter der Unterwelt verherrlicht wird,') in Erwagung, so ist ohne Zweifel das Wort "ich betrat Proserpinens Schwelle" auf jene hier behandelte Art von Visionen der Unterwelt zuriickzuführen.

Auch bei den Mithrasweihen mogen solche Visionen nicht ganzlich gefehlt haben2); jedenfalls gemahnt der dem Initianden gereichte Haomasaft3) unwillkürlich an jenen narkotischen Trank, durch den parsische Heilige sich in Ekstase versetzten"), um die Regionen des Jenseits zu schauen, wie es in dem auf eine historische Persönlichkeit aus der Spatzeit des Sassanidenreiches bezüglichen, doch nicht vor der Mitte des neunten Jahrhunderts verfassten Buche von Arda Viraf5) anschaulich geschildert ist, einem Buche, welches nach Form und Inhalt sowohl an die Apokalypsen als insbesondere an die Divina Commedia erinnert, ohne dass indessen hierbei irgend ein Abhangigkeitsverhaltnis anzunehmen ware0).

Aus dem reichen Materiale, das uns die Völkerkunde auch in dieser Hinsicht darbietet, sei hier nur einiges hervorgehoben. So ist nach dem Glauben der Tungusen das Jenseits nur den Schamanen in der Ekstase zuganglich und vermogen auch von diesen nur sehr wenige sich über die zwölfte von den siebzehn übereinandergelegenen Himmelsschichten zu erheben'). Bei dieser Reise durch das Geister-

1) Vgl. Drexler u. d. W. Isis Sp. 468.

2) Vgl. oben, VIII S. 211.

3) Cumont, Text. e. Mon. I, S. 146 flg., 188, 320 u. 323.

4) Haug, The book of Arda Viraf, Intr. S. LX u. M. A. Barthélemy gleichfalls in der Intr. zu seiner Übersetzung dieses Buches (1887) S. XIX flgg.

5) M. A. Barthélemy, Livr. d'A. V., Intr. S. XIV flgg.

6) M. A. Barthélemy, Livr. d'A. V., Intr. S. XXV—LIV.

7) Radloff, Das Schamanentum S. 3 u. 49.

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