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und der "Trance"1) konstatierten Phanomene, welche auf Kundgebungen Verstorbener deuten sollen, in sorgfaltiger Zergliederung heran. Alles in Allem halt er es für erwiesen, dass die menschliche Individualitat nach dem Tode fortdauere2) und dass vermittelst der Telepathie ein Wechselverkehr zwischen der Geister- und der Menschenwelt in der Tat bestehe3).

Da nun unleugbar manche "psychischen" Tatsachen4), die freilich im Verhaltnis zur Unzahl der angestellten Versuche und Sitzungen höchst selten sind5), stark für diese Schlussfolgerungen plaidieren, so ware also auch den in Frage stehenden Jenseitsvisionen eine gewisse objektive Realitat nicht von vornherein ganzlich abzusprechen. Aber selbst im günstigsten Falie, wenn nl. diese Gesichte mit Mitteilungen verknüpft sind, welche sich nur durch die Einwirkung von "entkörperten" Menschenseelen zwanglos erklaren liessen, bleibt es noch ein sehr verfangliches Unternehmen, das Mass dieser Realitat naher bestimmen zu wollen. Die angeb-

1) Hum. pers. II S. 189—277.

2) Hum. pers. II S. 76 u. 256. 3) Hum. pers. II S. 257.

4) Vgl. z. B. die von A. Aksakow in seinem bekannten Werke "Animismus und SpiritismusS (1898) II S. 493—497 679—692 und in Proc. Soc. Ps. Rs. Vol. VI (1890) S. 343—353 «• 355 -357 mitgeteilten drei Falie, welche auch bei Myers, Hum. pers. II, S. 170 flg., 178—182, 466—473 zu finden sind. E. v. Hartmann hat in seiner entschieden unzureichenden Schrift "Die Geisterhypothese des Spiritismus und seine Phantome" (1891) gegen e i n e n dieser Falie einige kaum nennenswerte Bedenken erhoben; eine eingehende Widerlegung aller dieser drei Falie, welche Lehmann, in Abergl. u. Zaub., Podmore in Modern Spiritual., und Loewenfeld in Somn. u. Spirit.2, ganz und gar übergehen, scheint noch von Niemandem versucht worden zu sein. Beilaufig sei hier erwahnt, dass dem Verfasser soeben die neuerdings (1908) erschienene zweite Auflage von Lehman ns Abergl. u. Zaub. zu Gesichte gekommen ist; indessen braucht das vorher (V, S. 109 Anm. 1) u. s. w.) über dieses Werk Gesagte, mit Ausnahme fast

nur der Stellenangaben, nicht geandert zu werden.

5) Vgl. das bei einem der oben erwahnten Falie am Schluss des Rapportes Mitgeteilte, Proc. Soc. Ps. Rs. Vol. VI, S. 357 u. Myers, Hum. pers. II S. 473.

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