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Königin Ulrike Eleonora ein Geheimniss, um welches sonst "nur Gott und ihr Bruder" gewusst habe, mitgeteilt haben. Der erste und am besten beglaubigte dieser Falie lasst sich auf Fernsehen, oder, wie F. W. H. Myers es benennt, "Telasthesie"1) zurückführen; ob aber bei den beiden anderen — ihre Geschichtlichkeit vorausgesetzt2) — eine Erklarung durch Telasthesie und Telepathie Lebender ausreicht3), dürfte sich schwerlich jemals mit Sicherheit bestimmen lassen. Jedenfalls aber hat Swedenborg selbst diesen kontrollierbaren Vorfallen keinen grossen Wert beigelegt4) und den für einen Forscher unverzeihlichen Fehler

1) Hum. pers. I, S. XV u. d. W. Clairvoyance, woselbst er, wié auch II, S. 518, bemerkt, dass "Telasthesie" von "Telepathie" (vgl. oben, VIII, S. 240) oft schwer zu unterscheiden ist. Vgl. iiber Swedenborgs Ferngesicht Hum. pers. II S. 569 flg. u. Loewenfeld, Somn. u. Spir.2 S. 37 flgg., der gleichfalls die Tatsachlichkeit des Fernsehens anerkennt. — Es sei hier nebenbei bemerkt, dass der Ausdruck „Hellsehen" (vgl. oben, VIII S. 248) von den Sachkundigen jetzt zur Bezeichnung jener Fahigkeit gebraucht wird, durch welche Gegenstande im Gesichtsfelde der Versuchs person von dieser ohne Vermittlung oder doch ohne den normalen Gebrauch der Augen gesehen und bezeichnet werden, vgl. du Prei, Ent. d. Seele I (1894) S. 163 u. Loewenfeld Somn. u. Spirit.2 S. 29.

2) Über den Fall Marteville befindet sich in der kön. Bibliothek im Haag unter den Papieren des Professors R. M. van Goens, 130 D. 7. Ms., eine von einer Freundin der Frau Marteville abgefasste "authentische Relation", welche in englischer Übersetzung in New church Life, Philadelphia, Dec. 1890 veröffentlicht wurde und mit der Darstellung welche der zweite Gatte von Frau Marteville, General von Eiben gegeben hat (bei Tafel, Doe. conc. lif. a. char. Swed. II, S. 641 flg.) im wesentlichen übereinstimmt. Sehr abweicheDd aber von diesen schriftlichen Berichten ist die vom Hörensagen überlieferte Erzahlung dieses Falies, wie z. B. Kant sie mitteilt und woran sich auch Myers halt, Hum. pers. II S. 569.

3) du Prei hat dies allerdings mit dem Fall Marteville versucht, vgl. Stud. a. d. Gebiete d. Geheimwiss. I2 (1905) S. 261—278, da aber auch er nur jene vom Hörensagen bekannte Erzahlung berücksichtigt, so dürften seine an sich sehr beherzigungswerten Auseinandersetzungen hier nicht zur Sache gehören. Auch Lehmann, Abergl. u. Zaub.2 (1908) S. 257 denkt bei der gewöhnlichen Überlieferung dieses Vorgangs an "Hellsehen", wahrend er mit der anderen Darstellungsweise nicht viel anzufangen weiss.

4) Vgl. z. B. das in Tafel, Doe. concr. lif. char. II S. 648 mitgeteilte.

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