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durchschwimmen sie . . . 5 .. . und ihr Körper scheint sich in die Lange oder in die Breite auszudehnen oder hoch in die Luft getragen zu werden. . Was aber Abammon in seiner Schilderung der "Gottbegeisterten" gleichsam zusammenfassend sagt, wird bei andern Schriftstellern öfter vereinzelt gefunden. Und um diesen interessanten, aber leicht verwirrenden Gegenstand wenigstens in einiger Ordnung zu behandeln, werden wir hier die einschlagigen (angeblichen oder wirklichen) Phanomene vereinzelt zu beleuchten versuchen, indem wir mit der Feuerfestigkeit'), worüber immerhin die Berichte am glaubwürdigsten lauten, den Anfang machen um sodann zur Wasserprobe und hernach zur Levitation überzugehen.

Dass bei den Griechen auch Feuerordale stattgefunden haben2), ergiebt sich aus jener Stelle in Sophokles'Antigone V. 264—267, woselbst einer der auftretenden Personen, um sich und seine Genossen von einem bösen Verdachte zu reinigen, versichert3):

Zu tragen waren wir bereit den gliihnden Stahl,

Zum Gange durch das Feuer, zu dem Götterschwur,

Dass Keiner es begangen, und mit Keinem auch,

Der es ersonnen, der's getan, im Bunde sei.

Auch sonst haben im Altertum ahnliche Handlungen stattgefunden. Strabo berichtet, wiewohl nicht ohne Reserve, in seiner Geogr. XII, II, 7: "Zu Kastabala (in Kappadokien) befïndet sich das Heiligtum der Artemis Perasia4), wo, wie

1) Vgl. du Prei, Stud. a. d. Geb. d. Geheimwiss.2 I S. 152—184, C. B. von Vesme, Gesch. d. Spirit. II (1898) 1. Hauptst. "Die Ordalien"

S. 15 28 u. 39—-59 f. f. (beide hinsichtlich der Daten aus dem Altertum

höchst ungenau) und A. Lang, The fire walk, Proc. Soc. Ps. Rs. XV (1900) S. 2—15 u. in Magie and Religion (1901) S. 270—294.

2) Vgl. über die Ordale bei den Griechen Schoemann-Lipsius, Griech. Altert.* II S. 279 flg. u. Gruppe Gr. Myth. u. Rel. S. 877 Anm. 11).

3) Übs. von G. Thudichum, in Recl. Univ. Bibl.

4) Vgl. Höfer u. d. W. Perasia in Rosch. Lex. d. Myth. Sp. 1945 flg.

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