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Das antike Mysterienwesen in religionsgeschichtlicher, ethnologischer und psychologischer Beleuchtung

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herlief: "Es ging aber alles ganz natürlich zu. Er nahm die Hande voll Asche und glühende Kohlen durcheinander, und wusste, indem er sich damit dem Gesichte naherte, die Asche und Kohlen so in der Geschwindigkeit von einander zu scheiden, dass er sich mit der Asche allein wusch, und die Kohlen fallen liess. So kam uns die Sache vor, wie wir sie ohne Vorurteile und ohne Aberglauben ansahen... Das Ausstehen des Feuers auf den blossen husssohlen ist meines Erachtens von keinem künstlich zubereiteten Wasser oder Safte, wie insgemein dafür gehalten wird, herzuleiten. Man darf gewiss bei diesen Leuten dergleichen Künste nicht suchen. Teils durch ihre Sprünge, die sie bei ihrem Handwerke machen, teils durch ihr öfteres barfusz gehen, machen sie ihre Fusssohlen dickschwartig, und verlieren dadurch beinahe alle Empfindung, sodass sie sogar vor siedendem Wasser nicht bange sein dürfen." Bekanntlich versuchte Gmelins Zeitgenosse Montesquieu in gleicher Weise durch die harte Haut der Germanen den guten Erfolg so mancher Feuerprobe zu erklaren, Geist. d. Ges. XXVIII, 17; mit Recht hat aber W. E. Wilda in seiner noch jetzt wertvollen Monographie über die Ordalien1) darauf geantwortet: "Wir Manner können uns die harte Haut der alten Teutschen schon gefallen lassen; ob aber unsere Frauen damit zufrieden sein werden, ihre Vorgangerinnen ebenso feuerfest sich vorzustellen, wollen wir dahin gestellt sein lassen. Die Frauen waren es aber, die gerade am haufigsten sich einer solchen Probe unterwerfen mussten. .. Für die Möglichkeit des Bestehens dieser Ordalien bei den weichen und weibischen Indern würde Montesquieu s Erklarung auch nicht ausreichen."

Übrigens hat es, wie wir schon gesehen haben, an Schutzmitteln gegen den zerstörenden Einfluss des Feuers nie ge-

1) In Ersch. u. Grub. Allg. Encykl. III Sect. 4 (1833)1 47°*