Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

Dann fordert er jedermann auf, ihm auf seinem Gang durchs Feuer zu folgen. Wer es jedoch nicht wage, der solle lieber wegbleiben. Ehe nicht der Buddhistenpriester den Gang getan hat, wagt es niemand, wogegen nachher eine Anzahl von Mannern und Kindern folgt, ohne irgendwie Schaden zu nehmen. Nur vor mehreren Jahren verbrannte ein Priester, der beim Hindurchgehen ausglitt und nicht sogleich aufstehen konnte."

Dieses Feuerlaufen "soll", wie der Missionar versichert, "nach Aussage vieler Christen, die ihm früher als Heiden beigewohnt haben, durchaus kein Betrug sein. Selbst ein früherer Buddhistenpriester, den ich vor einigen Jahren in Wong-tshun taufte, verneint dies." Und in der Tat, welche Veranlassungen hatten die zum Christentum übergetretenen Festteilnehmer, und insbesondere jener Priester, die bei der erwahnten Zeremonie angewendeten Kunstgriffe und Schutzmittel — falls solche wirklich angewendet werden — zu verschweigen ?

Doch wir brauchen nicht nur den Mitteilungen der "Eingeborenen" blinden Glauben zu schenken; auch von wissenschaftlich gebildeten Europaern sind dergleichen Tatsachen beobachtet worden. So liegt z. B. über eine jenem Feuerlaufen der Buddhistenpriester sehr ahnliche Feier bei den Fidschi-Insulanern eine ausführliche und von kritischem Sinne zeugende Schilderung von Dr. T. M. Hoeken vor1), auf die es sich etwas naher einzugehen lohnt.

Die an jenen Zeremonien unmittelbar Beteiligten — samtlich Mitglieder des Na Galita Clans — schritten auf einer gliihenden Steinschicht von etwa 15 Fuss Breite umher, wobei ihr Führer am langsten d. h. nahezu eine halbe Minute in der Feuerstelle verweilte. Ein Thermometer,

1) In den "Transactions of the New Zealand Institute" Vol. XXXI (1898) und bei A. Lang, The fire walk, Pr. Soc. Ps. Rs. Vol. XV S. 6—11 Mag. a. Rel. S. 277—284.

Sluiten