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lichen Erklarungsversuche, wie Kollektivhalluzinationen, chemische Schutzmittel, lederartige Fusshaut u. s. w. als "inadaquat" zurück: nur Suggestion bleibe übrig'). So hat auch S. Passarge in seinem obenerwahnten Berichte über die sg. Scherife es nicht für ausgeschlossen gehalten, dass gewisse "stark hysterische" Individuen "vermöge Autosuggestion, etwa durch starke Verdunstung des Schweisses, in der Tat für kurze Zeit feuerfest"2) werden können; sie befanden sich dann "in analogem Zustande wie der Leydensche3) Tropfen auf der heissen Herdplatte". Schwerlich aber dürfte bei allen Feuerdurchschreitern schlechthin Hysterie anzunehmen sein4) und überdies wurde ja die Wunderkraft auch auf zahlreiche andere, gewiss nicht alle abnormale Individuen übertragen. Vielleicht liesse sich, nach A. Langs Vorschlag (a. a. O.), durch "hypnotische" — freilich nur mit der grössten Behutsamkeit anzustellende, — Experimente die Realitat der Suggestionswirkungen bei den Erscheinungen der Feuerfestigkeit erweisen; doch ist die Erklarung irgendwelcher Phanomene durch "Suggestion wesentlich nichts anderes als eine Anerkennung der dabei unmittelbar d. h. unerklarlich wirkenden Macht der Seele.

Auch ausser jener im Anfange dieses Kapitels angeführten Stelle aus Abammon III, 4, ist bei einigen antiken Autoren von gewissen Personen die Rede, welche angeblich vermöge irgend einer aussergewöhnlichen Eigenschaft oder Zauberkunst im Wasser nicht untersanken. So sagt Plinius, auf die Autoritat Phylarch's, dass die sg. Thibier5) im Pontus (Nordosten Kleinasiens) "nicht untersinken können, selbst wenn sie mit Kleidern beschwert sind", Naturgesch. VII,

1) The fire walk S. 14 u. Mag. a. Rel. S. 289.

2) Adamaua S. 221.

3) Soll wohl heissen "Leidenfrostsche".

4) Vgl. z. B. den obenerwahnten Bericht von Dr. Hoeken.

5) Auch der "böse Bliek" wurde ihnen zugeschrieben, vgl. VIII, S. 228.

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