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XI.

"Um Mitternacht sah ich die Sonne mit hellweissem Lichte strahlen".

Dass man bei diesen Worten gewöhnlich an künstliche Lichtefïfekte bei der Geheimfeier denkt, nimmt nicht Wunder und hat auch in mancher Hinsicht seinen guten Grund.

Wenn Plutarch an der schon VI S. 154 und VIII S. 203 herangezogenen Stelle die Einweihung in grosse (wohl die eleusinischen) Mysterien mit dem Sterben vergleicht, so heisst es: "Zuerst Irrungen und ermüdende Umlaufe und inmitten der Finsternis gewisse verdachtige und nicht zum Ziele führende Gange und sodann vor dem Ende selbst (d. h. dem Vollzug der Weihe) alles Schreckliche, Schaudern und Zittern und Scljweiss und Entsetzen; darauf aber strahlt ein wunderbares Licht entgegen". Auch nach Dio Chrysostomos Red. XII, 33 flg. Ed. Arnim I S. 163 flg. wechselten in dem mystischen Heiligtume der Athener Finsternis und Licht ab. Der Verfasser der Philosophoumena sagt S. 164 Ed. Dunck. dass der Hierophant "zur Nachtzeit in Eleusis unter vielem Feuer die grossen und unaussprechlichen Mysterien vollzieht". Ps. lustin, Red. a. d. Griechen 2, behauptet, das "eleusinische Feuer" habe den Mythos der Demeter hochberühmt gemacht.

Die Agypter pflegten schon in alteren Zeiten bei religiösen Festen eine grosse Menge von Lampen') zu verwenden

1) Vgl. Wiedemann, Herod. zw. B., zu Prg. 62, S. 258 flgg.

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