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andergesetzte, die Vermutung nahe, dass es sich zumal bei den agyptischen Einzelweihen, zu denen ja nur besonders veranlagte Individuen zugelassen wurden, in der Tat, wie du Prei es in Myst. d. alt. Gr. S. 105 ausdrückt, um "mystische Lichtphanomene" handelte.

Wir haben VIII S. 226 auf jenen demotischen Zauberpapyrus verwiesen, worin allerlei Vorschriften gegeben werden, wie ein Knabe, um die heutige Ausdrucksweise zu gebrauchen, in einen hypnotischen Zustand zu versetzen sei. Der Knabe muss u. a. unverwandten Blickes in ein irdenes Gefass, Col. I, 8 f. f. oder in die Flamme eines Lichtes Col. VI, 6, XVII, 16 schauen, bis irgend ein zu Divinationszwecken angerufener Gott seine Ankunft durch eine glanzende Lichterscheinung ankündigt, Col. II, 1, VII, 19, XVI, 26. Oft ist eine wiederholte von dem Knaben selbst ausgesprochene Beschwörung nötig, ehe das "Licht des Gottes" sich ofïfenbart, Col. XVII, 13 flgg. Abammon, der sich in dem zweiten Abschnitt seines Buches 4—8 ausführlich über die "Autopsieen", vgl. V, S. 89 Anm. 2) und 125 Anm. 1), der Götter und übermenschlichen Wesen verbreitet, versichert, dass auch ihr Lichtglanz je nach ihrem Range ein verschiedener sei. "Die Götter aber", so heisst es 8 "strahlen ein Licht von solcher Feinheit aus, dass die körperlichen Augen es nicht ertragen können, sondern es ergeht ihnen wie den Fischen, welche aus trübem und schlammigem Wasser in die feine und durchsichtige Luft emporgezogen werden". Und von den Ekstatischen versichert er III, 2: "Ein anderes Mal strahlt ein helles und ruhiges Licht, welches das Sehvermögen befangt und die vorher geöffneten Augen sich schliessen macht; die anderen Sinne aber sind unterdessen wach und nehmen wahr, wie die Götter im Lichte erscheinen; mit Bewusstsein hören sie was dieselben sagen und wissen sie was dieselben tun." Zuweilen wird jenes göttliche Licht auch von anderen ge-

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