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gleichfalls bei diesen Fallen nicht unmöglich, dass, ohne betrügerische Suggestionen der Priester, die exaltierte Stimmung der Neophyten sogar zu förmlichen Halluzinationen Veranlassung gab. Überdies wurden, wie wir VIII S. 225 — 229 f. f. dargelegt haben, in den Weihen der Isis und auch w°hl denen anderer Götter, die Initianden in einen, nach der jetzt beliebten Ausdrucksweise "hypnotischen Schlaf" versenkt und dass sie ferner, in der "somnambulen Ekstase" die Götter zu sehen und zu horen glaubten, dürfte sowohl aus den S. 205 flgg. herangezogenen Stellen des Rhetoren Aristeides, des hermetischen Dialogs "Poimandres" und des Dio Chrysostomos, als aus dem von Apuleius selber Met. XI, 22 u. 26 flgg. s. oben III S. 49 flgg. Mitgeteilten zur Genüge erhellen.

In Betreff der Frage, ob und in wiefern es sich bei dergleichen Visionen um eine objektive Realitat handeln mochte, sprechen wir es, im Anschluss an das X, S. 309 flgg. Erörterte, als unsere Überzeugung aus, dass, da ja manche "Erscheinungen" und anderweitige "psychische" Tatsachen stark für ein gelegentliches Eingreifen von ohne grobstoffhchen Körper wirkenden menschlichen Intelligenzen plaidieren, s. oben IX, S. 264 flg., auch die Existenz von schlechthin ohne grobstofflichen Körper wirkenden Intelligenzen und ein ausnahmsweises Erscheinen oder sonstiges Sich-Kundgeben derselben nicht für ausgeschlossen gelten darf. Eine Erklarung der einschlagigen visuellen und auditiven Phanomene bietet einerseits die von F. W. H. M y e r s aufgestellte, übrigens ausserst komplizierte und gekünstelte und von uns schon VIII, S. 253 anlasslich der Fernwirkung in höchst unvollkommener Weise kurz zusammengefasste Theorie der "psychischen Interaktion", anderseits aber die okkultistische und ihrem Wesen nach mit den Anschauungen der Naturvölker identische Hypothese des sg. Astralkörpers, wie z. B. schon Proklos, gewiss auf

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