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Ware cs auch blos urn deswiilcn nur, dasz ich Euch bitten könnte, rneine Predigi hcute mit Nachficht zu beurtheilen, und in meipem Vortrage nicht die Vollkommenheit zu meten» welche Ihr.fonO\ wcnigftens fo weit ich fie zu geben vermag, mit Recht bey ciner fo fcyerlichen Geicgenheit hattet erwarten dürfen. Nehmet alfo mit dem vorlicb, was ich unter den gegenwaicigen Umftanden zu leifien im Stande bin. Meinc Predigt ift unter Thranen, und felbft unter körperlichen Schmerzen vcrfertigt. Hört daher die Stimme des Herzcns und erwartet nicht das Erzeugnifs der Kunft.

Du aber, von dem alle Kr aft herahkommt, Krafi zum Wérken, Kr aft zum Dulden, Ilerr unfer Gott, Herr mein Gott! Höre Du gniidig das Gebet, das ich vereint mit meinen Brüdern jetzt zu Dir hinauffchicke. Ich foll reden zu ihnen, ich foll der JVahrheit heilige Lehren auch jetzt meinen Zuhbrern verkündigen; ich- foll diefes auch heute thun, me ich es feil fünfundzwanzig Jahren gethan habe. Doch nein Herr! Sowieheutet unter den Umftanden, in der Gemüthsftimmung habe ich noch nie von diefer Statte geredet. — Mein Herz i(l verwundet, aber Du wirfi dia minde heilen; und wenn fie auch noch lange, wenn fie auch auf immer binten follte, Du wirfi wenigfiens fo lange fie verbinden, als ich an 'diefer Statte zu meinen Brüdern rede. Befonders hcute, befonders in diefer freyerlichen Sumde gieb A 4 mir

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