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De berggids; tijdschrift gewijd aan alle takken van bergsport (skisport)-officieel orgaan van de Nederlandsche Alpen-Vereeniging, 1957, 1957

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Zeichen feinfühliger Verbundenheit Vissers mit uns und unserer fernen Heimat. „Das ist für Franz, und das ist für Sie!” Damit wies er jedem ein Zelt als eigene Behausung zu. Als ich dagegen einwenden wollte, Franz und ich könnten sehr wohl unter dem gleichen Dach wohnen, es liesse sich dadurch eine Traglast einsparen, lehnte Herr Visser entschieden, aber freundlich ab. Ich lernte diese kluge Rücksichtnahme auf Franzes und meine hauslichen Gewohnheiten, die nicht ganz die gleichen waren, recht bald und immer mehr schatzen.

Zu meiner ersten Karakorumfahrt hatte mir mein lieber Freund und Lehrer Professor Hugi, eine Tabakpfeife geschenkt, die ich zu meinem Talisman ernannte und besonders in Ehren hielt; denn auf goldenem Reiflein eingraviert trug sie den Glückwunsch: „Frohe Heimkehr!” Lines Morgens früh, beim Abmarsch vom Dörflein X zwischen Srinagar und Leh, steckte ich die Pfeife in die Aussentasche meines Rockes und hangte diesen an den Sattel meines Reitrössleins, das ein Ponymann am Zügel hielt. Wahrend ich auf dem Lagerplatz rasch kontrollierte, ob nichts zurückgeblieben sei, trottete der Mann mit dem Rösslein der Karawane nach, die bereits auf-

gebrochen war. Kurz bevor ich ihn einholte. steckte er einem Dorfgenossen etwas zu. Als ich nach meiner Pfeife griff, war sic verschwunden. Der Mann bestritt, sie gesehen zu haben. Abends, nach einem verdriesslichen Tagesritt, erzahlte ich Herrn Visser nebenbei von dem unliebsamen Vorfall. Unverzüglich ordnete er eine Untersuchung an. Er liess alle Karawanenleute versammeln und in einem Halbkreis niederknien. Mein Ponymann folgte nur widerwiliig und erst auf den dritten Ruf. Dann musste Khan Sahib, unser Indische Topograph, Vertrauensmann und Dolmetscher mitteilen: „Dr. Sahb vermisst seine Tabakspfeife; vielleicht hat er sie verloren. Wer sie gefunden hat und wieder gibt, bekommt einen Bakshish. Sollte sie jemand gestohlen haben, kann er sie in der Nacht unter Dr. Sahbs Zelt legen. Kommt die Pfeife innert zwei Tagen nicht zurück, haftet jeder von euch und das ganze Dorf für den Schaden!” Um dieser Eröffnung grosseren Nachdruck zu verleihen, hatte jeder unterschriftlich, das heisst, mit einem Daumenabdruck, seine Anwesenheit zu bestatigen. Dann waren die Leute entlassen. Am nachsten Morgen kehrten sie in ihr Dorf zurück. Wir zogen weiter, die Pfeife blieb aus. In der Morgenfrühe

La-Yoghma dal Derde expeditie 1929