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De Nederlandsch-Duitsche Kultuurgemeenschap = Die Niederländisch-Deutsche Kulturgemeinschaft; orgaan der Nederlandsch-Duitsche Kultuurgemeenschap, jrg 1, 1941, no 2, 1941

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sen Urzustand gesehen, er hat ihn nicht umgangen. Davon zeugen selne Werke. Aber er hat den Mut aufgebracht, mit diesen Zeiterscheinungen, sich auseinanderzusetzen, er hat den Weg ertragen und die Schwere durchkostet. Er hat als absoluter Musiker gegen diese vielseitigen Hindernisse musiziert.

Badings Musik ist eigenwillig. Die musikalische Empfindsamkeit und seine Melodik streben immer mehr zu einem eigenen Weg. Dem bereits erwahnten Violinkonzert reihen sich ein Klavierkonzert und ein Cellokonzert an. Bedeutsam sind seine drei Symphonien, seine Symphonischen Variationen, seine Kammermusik und die Lieder. Es folgen ein Werk für Flöte, Klarinette, Oboe und Fagott, es folgen neben anderen und sehr wertvollen Kompositionen zwei Ouvertüren, die man als eine gewisse Vollendung betrachten kann, die auch den Abschluss des bis 'heute Geschaffenen darstellen „Festliche Ouvertüre" und „Heroïsche Ouvertüre" Die früher vollendete „Tragische Ouvertüre" zahlt zu den Besonderheiten. Vergleicht man die beiden zitierten Ouvertüren mit dem erstgenannten Violinkonzert, so zeigt sich mit grosser Elementaritat ein innerer Wandel zum Grossen, ein struktureller Aufbau, der sich immer mehr strafft und der zur Eigengesetzlichkeit gekommen ist. Es ist, das lehrt ein Bliek in die Partituren der alten und neuen Werke, ein stetes Vorwartsdrangen. Dem Ganzen des musikalischen Werkes wohnt eine weiche Grundhaltung inne, die sich oft energisch aufreckt und die doch eine poëtische Darstellungsgabe aufweist. Die empfindsame, oft atonal scheinende und doch so mannliche Art Henk Badings lasst ihn immer mehr über sich hinauswachsen.

Das Werk Henk Badings ist nicht darin beschlossen, dass er einen gewissen Zeitstil gefestigt und vollendet hat. Seine Bedeutung erschöpft sich auch nicht in der Feststellung, dass die Art eigener musikalischer Inspiration und Erfindungsgabe von ihm in tektonischer

Schönheit, in Farbenglanz und instrumentaler Fülle gebeten und gekonnt wird. Das Grosse am Werk Badings liegt darin begründet: dass er einmal die Summe aus einem ganzen Jahrhundert musikalischer Vergangenheit zog, dass er das eroberte Gut der grossen Niederlander wirkend werden liess und darüber hinaus wieder einmal oder noch einmal die Musik zum lebendigen Wort des niederdeutschen Raumes zu pragen verstand. Wesentlicher aber noch als diese Synthese von Vergangenheit und Gegenwart, als dieses Reifen zur Erscheinung in der Zeit will uns scheinen, dass Badings die Idee der absoluten Musik Bruckners wieder aufnahm und sich die Aufgabe steilte, diese als solche fortzuführen.

Nicht in der Enge hat er sich erfüllt und mit ihr sich begnügt, sondern getragen von der Erkenntnis der Gemeinsamkeit und der Aufgabe der Gegenwart hat er in seiner Art geschaffen. Badings hat mit seiner Musik einen neuen Anbeginn gesetzt, indem er aufbauend auf die, die vor ihm waren, zum Neuen kam. Dass dieser Anbeginn Erfüllung werde, das ist 'die Aufgabe zwischen Anfang und Vollendung, die Zeit also des Geschehens und des Kampfes.

Lebenslauf.

Henk Badings wurde als Sohn niederlandischer Eltem im Jahre 1907 in Bandoeng auf Java geboren. Mit acht Jahren kam er in die Niederlande, und studierte Bergbau. Wahrend seiner Tatigkeit als Assistent an der Technischen Hochschule zu Delft studierte er Musik, besuchte dann das Musiklyzeum zu Amsterdam und widmete sich dann ganz der Musik. In den Jahren 1930 bis 1932 nahm Badings Unterricht in der Komposition bei Willem Pijper. Nachdem er seit 1937 in der Direktion des Amsterdamer Musiklyzeums war, wurde er 1941 mit der Leitung des Reichskonservatoriums in Den Haag der einzigen staatlichen Tonkunst-Akademie beauftragt.

Eeuwig levende teekens

De tentoonstelling „Eeuwig levende teekens" heeft haar poorten voor den bezoeker geopend. De roode met zinnebeelden versierde vanen bij den ingang van het Haagsch Gemeentemuseum klapperden in den wind, die de laatste bladeren van de boomen rukt en de takken heen en weer zwiept in het fletse licht van de herfstzon. De herfst de avond van het jaar

Herfst en lente, dat zijn de jaargetijden, waarin ook de stadsmensch zich weer even bewust wordt van den eeuwigen kringloop der natuur. Hij ziet het sterven in de natuur, het korten der dagen, maar hij weet, dat als dit alles zijn diepste punt bereikt heeft, het weer omhoog gaat en het leven weer opnieuw ontluiken zal.

Dit geloof in het zegevierend licht, in het rhyhtme van sterven en geboren worden, is oeroud Germaansch geloof. Het is een wereldbeschouwing, die slechts ontstaan kon temidden van een boerenvolk. De boer im-

mers beleeft het leven en sterven als een heilige orde; hij deelt zijn arbeid in naar de jaargetijden en naar de zonnestanden. Ook het leven en de arbeid van schippers en visschers wordt voor het grootste deel door de zon bepaald. Geen wonder dan ook, dat boeren en visschers de zon op allerlei wijze uitbeelden. Overal op hun huizen, hun schepen, hun huisraad brachten zij teekens aan, die voostellingen wJaren van de zon. Maar niet alleen de zon, ook het leven zelf trachtten zij uit te beelden en welk beeld zou dit beter kunnen uitdrukken dan de boom, de boom, die naar boven en beneden groeit, die wortelt in de donkere aarde, maar zijn takken heft in het zonlicht.

Deze teekens zijn dus geenszins speelsche versieringsmotieven zonder meer, zij willen integendeel uitdrukking geven aan de eigen volksche wereldbeschouwing.