is toegevoegd aan uw favorieten.

De Nederlandsch-Duitsche Kultuurgemeenschap = Die Niederländisch-Deutsche Kulturgemeinschaft; orgaan der Nederlandsch-Duitsche Kultuurgemeenschap, 1942, 1942

Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

Niederlande eher eine noch engere Verflechtung mit dem deutschen Hinterlande statt. Das wird klar, wenn man das nunmehrige Verhaltnis der nördlichen Provinzen zu diesem mit der spanischen und österreichischen Niederlande vergleicht, den Niedergang Antwerpens mit dem Aufstieg Amsterdams, der doch vor allem auch durch dessen Ausund Einfuhrhandel mit Deutschland möglich wurde. Aber schon vor dem epochemachenden überseeischen Ausgreifen war Amsterdam in seiner Eigenschaft als Mitglied der deutschen Hanse, deren Voraussetzung die Reichszugehörigkeit gewesen ist, so hoch getragen worden, dass es nun besonders fahig sein konnte, selbstandig in die weiteren europaischen Meere, in den Atlantischen, Indischen und Stillen Ozean vorzudringen. Die Position Amsterdam bedeutete vorher die der Zuidersee in deren Verkehrs- und Handelsbeziehungen nach Nord- und Osteuropa, die ohne weiteree noch im 16. Jahrhundert erheblich in den Interessenbereich der deutschen Hansa gehörten. Seit der Ausweitung des Meerbusens im 13. Jahrhundert gewann an seiner Ostseite das deutsche Hinterland einen baquemeren Anschluss an die Nordsee. Jahrhunderte lang waren dort in der Richtung der Hafen Kampen und der Rnotenpunkt Zwolle richtige Stützen für das Rheinland und Westfalen, mehr sogar als Emden und in Erqanzung zu Bremen.

lm nördlichen Abschnitt des Landes zwischen der See und der Ems trat die Küste mit ihren Hafen, unfer denen im früheren Mittelalter Stavoren einmal starker tatig gewiesen whr, für das deutsche Hinterland an Verkehrsbedeutung zurück. Dafür waren Friesland und Groningen als Grundlage der Versorgung Westfalens und des Rheinlandes mit Ochsen. Butler und Kase sehr wichtig, wie von diesen niederlandischen Gebieten auch immer enge Beziehungen parallel zur Küste nach der Unterweser liefen, die einen Austausch namentlich der Rinderund Pferdesorten betrafen. Dazu gab die deutsche Seite namentlich Torf und Steine, Holz und Ziegel nach der niederlandischen.

Der Schwerpunkt der alten deutsch-niederlandischen Wirtschaftsqemeinschaft lag jedoch auch im 16. Jahrhundert wie schon früher im Zentrum der Gesamtstellung, das durch den Rheinstrom betont wurde, der entscheidend dazu beitrug, dass der gegenseitige Austausch der charakteristischen Gütergruppen so lebhaft sein und sich auch auf schw'ere, in der alten Zeit sonst wenig transportfahiae Sorten wie Steine, Holz, Steinkohlen, Getreide, Metalle, Ton und Tonwaren, Glas oder Weinfuder in der Talfahrt, oder empfindliche Gattungen wie Seefische, Salz, Molkereiprodukte und Oei zu Berg erstrecken konnte. Die lebenswichtigen Funktionen dieses Handels für die Versorguno der beiden Parteien, allein soweit sie von den Strömen vermittelt wurden, waren immer erheblich. Sie wurden auch schon seit dem 14. Jahrhundert durch besondere Handelsvertrage cnefördert, die von Köln und den niederlandischen Stadiën abgeschlossen wurden und sich im 16. Jahrhundert vertieften, um bis zum Ende des 18. in Geltung zu bleiben. Ihre allge-

meinpolitische Basis lag ebenfalls bei der gemeinsamen Reichszugehörigkeit, aus der nach der Trenrmng der Niederlande vom Reioh doch unverwüstliche gemeinsame Wirtschaftsüberlieierungen bestehen blieben. lm übrigen wurden auch sonst sehr eindringliche sachliche Erganzungen abgewickelt, SC allein schon in der gssamten Textilwirtschait, sowohl im Sortenaustausch der Gewebe und Game als auch der Rohstoffe, in denen Niederland als kleines Land und mit seinen auch sonst darin beengten Möglichkeiten ebenfalls Zuschüsse von Deutschland her benötigte.

In der Gestaltung der Verkehrslinien standen schon im 16. Jahrhundert die Flüsse für die gegenseitigen Verbindungen auffallend in Vordergrund.

Die Rheinschiffahrf war mit ihrem Strom allen anderen Verkehrsvorkehrungen weit überlegen und wurde in den Niederlanden durch die Verzweigungen des Stromes obendrein noch in ihren Wirkungen betrachtlich gefördert. Das geschah besonders über die IJssel, auf der die Zuidersee und ihre Hafen leicht erreicht wurden. Die Befahrung des Rheines fand von der Mündung, gegen die hin damals Dordrechf der führende See- und Binnenschiffahrtshafen war, bis Köln, wo kraft des Stapelrechtes in der Regel alle Schiffe umladen und wechseln mussten, vorwiegend durch niederlandische Schilfer statt. Sie bildeten seit dem spateren 16. Jahrhundert mit den deutschen eine gemeinsame Gilde, die spater so genannte „niederrheinische Schiffergemeinde", die Je eine Sektion in Köln und Dordrecht besass und die Ausbildung der Schilfer, ihre Fahrzeugtypen- und Ausrüstung, sowie die geordnete Abwicklung der Fahrten regelte. Vermutlich halte diese Organisation im 16. und 15. Jahrhundert ihre Vorlaufer. Köln war jedenfalls für die Niederlande damals der führends binnenlandische Rheinhafen und blieb es bis tief ins 19. bis dafür das Ruhrgebiet für den niederlandischen Rheinverkehr an die Spitze trat.

Neben dem Rhein war am deutsch-niederlandischen Wasserverkehr die Maas beteiligt. Sie war weniger leistungsfahig aber mit Zollunkosten geringer belastet. Es war nicht zufallig, dass an ihrem Ufer die hierbei nach der deutschen Seite besonders rege in der 'Fahrt und im Handel tatigen Stadie Roermond und Venlo rechts aufgekommen waren. Von ihnen aus zielte ein Ueberlandverkehr von ersterer Stadt über die Roerlinie, auf deren Fluss auch Eifelholz in die Maas und nach den Niederlanden geflösst wurde, und über Jülich nach Köln. Von Venlo, wo die Maas am weitesten gegen den Rhein hin ausbiegt, wendete er sich ebenfalls dorthin. Aber Venlo und Roermond waren auch Grundlagen für die Landung des Wasserverkehrs und seinen Uebergang nach Neuss. Bei den Verkehrsstrangen auf dem Rhein und zu seinen Uebergangen von den Niederlanden aus waren neben diesen Stadiën die rechtrheinischen Berglander und die Eifel unentbehrliche Ziele, da sie sehr wesentUch an der Belieferung der Niederlande mit Metallerzeugnissen beteiligt waren und umgekehrt besonders die rechtsseitigen Gebirge bis gegen die

öe neöeplanösch-öuitsche kultuußgemeenschap