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De Nederlandsch-Duitsche Kultuurgemeenschap = Die Niederländisch-Deutsche Kulturgemeinschaft; orgaan der Nederlandsch-Duitsche Kultuurgemeenschap, 1943, 1943

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damit wenig erreicht. Die Glasharmonika z.B. wurde noch in keiner Aufführung wirklich ge= spiek, sondern immer durch andere Instrumente ersetzt (Harmonium). Und doch ist die Glashard monika ein so phantastiseh schönes einzigartiges Instrument, dessen IClangfarbe garnicht zu ersets zen ist. Die abgebildeten Instrumente klingen wundervoll. Ich habe sic einmal bei einer besons deren Vorführung in Paris, sowohl allein, als in ihrer Wirkung im Orchester horen können. wiss, sic sind umstiindlich, schwer in der Hand, sind schwerer als z.B. eine leichte Trompete zu halten. Sic sind teuer in der Anschaffung und viel schwerer zu spielen. Jedoch klanglich würde jedes Orchester durch ihre Verwendung wesentlich ge> winnen. Wir können heute nur konstatieren, und eventuell bedauern, dass diese Instrumente sich nicht durchgesetzt haben und sich wohl kaum mehr durchsetzen werden. Der Weg für ein Instrument um in das Orchester aufgenommen zu werden, ist ja auch so kompleziert und ungeheuer schwierig. Man bedenke einmal. Erst mussein Komponist das Instrument gut horen und seinem geistigen Ohr einpragen, dann muss dem Komponisten zu diesem Klang eine zündende Musik einfallen. Dann mussein Orchester dieses Werk zur Aufführung annehmen und einen Spieler und ein solches lm

strument zur Verfügung haben. Und wenn alle diese Voraussetzungen erfüllt sind, dann fehlt uns das Publikum, das diese Einheit der Instrumens tation überhaupt merkt. Wer kann überhaupt im jetztigen Orchester eine zart geblasene Klarinette im hohen Register von einer Flöte unterscheiden, sowie er gelb von blau unterseheidet ? Umso ins teressanter ist es deshalb, wenn sich trotzdem ein Instrument durchsetzt, wie z.B. das Saxophon es gctan hat. Das sehr ühnliche meiner Mieinung nach viel Schonere Sarusophon hat sich nicht durchgesetzt. Um das Saxophon herum ist aber eine ganz neue Orchesterkombination entstanden. Man kann und muss über den Wert dieser Kom« bination streiten, denn die Jazz= und Tanzorchess terzusammensetzung, in der das Saxophon hei= misch wurde, ist gewiss kulturell kein grosser Gewinn. Es bleibt aber interessant, dass auf die* sem Wege das Saxophon, das von seinem Erfinder, A. Sax, als Sinfonicsinstrument gedacht war, sich durchgesetzt hat und nicht auf dem gesunden Wege über die Sinfonieorchester. Sollte am Ende doch das Sinfonieorchester nicht mehr rungsfahig, hoffnungslos erstarrt und dadurch letzten Endes zum Tode verdammt sein ?

Ventilposaune mit 6 Verkürzungsventilen, von Adolph Sax gebaut für Ambroise Thomas, auf der eine schwierige Solopartie in dessen Oper „Hamlet” (1. Akt) leicht ausgeführt werden kann. (Muséa du Conservatoire, Brüssel, Nr. 3167)

Tenorposaune mit 6 Verkürzungsventilen und 7 gesonderten Schalltrichtern, gebaut von Adolph Sax. (Musée du Conservatoire, Brüssel, Nr. 2467)