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De Nederlandsch-Duitsche Kultuurgemeenschap = Die Niederländisch-Deutsche Kulturgemeinschaft; orgaan der Nederlandsch-Duitsche Kultuurgemeenschap, 1943, 1943

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niederljindischen Bedürfnisse ausgewahlten Kapi* lel der grossen Stoffgebiete, die mit Karten, Bib dern und anderen Mitteln arbeitende Methode der Stoffdarbietung haben es ermöglicht, dass inner# halb Monatsfrist das grosse Programm einheitlich durchgeführt werden konnte und sich auch selbst dem jüngsten Studenten eine reiche Förderung er# geben hat. Die Erfahrungen des erstmalig in dieser Form und dieser Fiicherverteilung ausschliesslich für eine niederlandische Kursistengruppe an der Universitat München durchgeführten Ferienkursus werden bei einer Wiederholung dieses Unterneh# mens gewiss weitere reiche Früchte für der N.D.K. zeitigen.

Ebenso wiehtig wie der Vorlesungserfolg dieses

Lehrerkursus ist die kulturgeschichtliche Anschau# ung, die wir aus dem deutschcn Süden mit heim# gebracht haben. Die Kursusleitung hat keine Mü# hen gescheut, um uns wahrend dieses langeren Aufenthaltes in der „koniglichen Stadt” und seiner naheren und weiteren Umgebung ein inniges Ver# haltnis zu den Kunst# und Volkstumsdenkmalern zu vermitteln, wie sie gerade die Kulturlandschaft Oberbaiern in besonders reicher Fülle besitzt. Prof. Spindler, der Münchener Anglist, hat auch bei diesen Führungen ausserhalb Münchens seine erstaunlich reiche Kenntnis der deutschen Kultur# und Volkstumskunde uns fruchtbar werden lassen und uns wie ein erfahrener Kunsthistoriker beson# ders in die Schönheit der Barockbauten eingeführt. Aber auch die von Prof. Spindler eingesetzten Hilfsführer sind für alle Mühe, die sie uns gewid# met haben, unsere bleibenden Dankes sicher. Licht# bildervortrage haben uns die bauliche und kultur# geschichtliche Eigenart der koniglichen Stadt na# her gebracht. Wer wird je die Pracht der Barock# baudenkmaler dieser Stadt und seiner Umgebung vergessen, wer den Schwung der polyphonen Mu#

sikausführungen von Chor, Orchester und Orgel am Sonntagmorgen, die Schönheit dieser süddeut* schen Kirchenkonzerte, die ja für den Menschen des Nordens ein ungewöhnliches Erlebnis sind.

Mittenwald: ~Vor dem Geigenmuseum”

Die kulturellen Aufgaben der N.D.K. hiitten nicht besser und zweckmassiger durchgeführt wer# den können als es durch die Münchener Ferien# kursleitung auf diesen Reisen durch die süddeut# sche Landschaft geschehen ist: Unsere niederlan# dischcn Kursisten haben, wenn überhaupt schon jemals, so dóch wohl noch niemals so gründlich die Stadt der Fugger und Welser, das schóne gol# dene Augsburg geschaut, nie so eindrucksvoll die erhabene Naturlandschaft um Garmisch#Parten# kirchcn mit der Partnachklamm' nie so nachhaltig

das malerische Geigenbaustadtchen Mittenwald und seine Berge gekostet, in deren nachtlichem Anblick wir mangels èiner Gasthausunterkunft un# ter bestirntem Himmel im Freicn übernachtet ha# ben. Auch Innsbruck und eine Ausführung einer Mozartmesse in der Hofkirche und die bauliche Pracht der Maria Theresiastrasse mit den Felsen# höhen im Hintergrund, Salzburg mit seinem süd# lich blauen Himmel, sind uns zu einer kulturge# schichtlichen Offcnbarung in deutscher Landschaft geworden; die Ruhestatte des Paracelcus#Roman, das Mozart#Haus zur anschaulichen Vertiefung unserer Vorlesungen über Rokoko# und klassische Literatur, die Renaissance# und Barockbautcn Salzburgs zur Vergleichung mit denen der könig# lichen Stadt München.

Auch die uralte Kultur des Erzbistums Chiemsee mit seiner Herren# und Fraueninsel, die weithin leuchtende Wasserflache im Kreise der vielgestal# tigen, oft dunkelbenannten Bairischen Alpen, das Zusammentreffen mit der Leiterin des Herma Stu# deny#Streichquartetts, Frau Nitsche#Studeny in ihrem Sommerhauschcn auf der Fraueninsel, wo