is toegevoegd aan uw favorieten.

De Nederlandsch-Duitsche Kultuurgemeenschap = Die Niederländisch-Deutsche Kulturgemeinschaft; orgaan der Nederlandsch-Duitsche Kultuurgemeenschap, 1943, 1943

Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

führen, in der odós Athina und in der odos Aiólou wird taglich grosser Markt abgehalten. Auf dem Asphalt der Strassen ausgebreitet ist alles zu fins den, was der Athener braucht. Zu Hunderten liegen dort Schuhe, aueh elegante Damensehuhe mit überhohen Absatzen, dieke Ballen Stoffe, Berge von Küehengerat und Kinderspielzug, Lefeensmits tel, besonders Früchte. Zwischen diesen Waren? lagern auf dem Fahrdamm, vor denen die Handler sehreiend und gestikulierend anbieten, walzt sich jeden Vormittag ein zahflüssiger Mensehenstrom

hindurch. Wer nach dem Preis einer Ware fragt, bekommt vom Handler einen Betrag zu horen, der bestimmt zu hoeh ist. Der Kaufer bietet einen Be? trag, der bestimmt zu niedrig ist. Dabei will weder der Handler den Kaufer, noch der Kaufer den Handler betrügen. Diese extremen Preise sind nur die Eröffnung eines höchst dramatischen Wett? kampfes, der mit viel Rhethorik, bewegter Mimik, mit heftigen Gesten, entrüstetem Fortlaufen des Kaufers, begütigendem Naehlaufen des Handlers, endlich doch zur Einigung auf den angemessencn Preis führt. Ja, oft gibt der Handler seine Ware

billiger her als er ursprünglich wollte, bloss weil er das grössere Ffandelsgeschick des Kaufers be? wundernd anerkennt. Dieses Handeln ist eben Selbstzweck, Sport, Vergnügen des Griechen. Und der dumme „Frankos”, der Europaer, bezahlt zu Recht den anfangs geforderten hohen Preis, denn er hat ja dem Handler dadurch, dass er nicht han? delte, die Freude am Geschaft verdorben. In den vornehmen Geschaften der Hauptstrassen besta? tigen einem daher die Verkaufer aueh eher mit Be? dauern als mit Stolz, dass sie „feste” Preise haben.

Die „kleine Metropoli”, Athens alteste Kirche über 1000 Jahre alt

Wenn ein grösserer Kauf abgesehlossen ist, wenn es sich etwa um einen Anzugstoff oder um ein paar Möbel handelt, dann wünseht der Handler dem Kimden ein freundliches „me ygiea” mit „Ge? sundheit” und lasst einen „turkiko”, einen türki? sehen Kaffee, kommen. Es wiire unmöglieh, dieses Tassehen Kaffee auszuschlagen. Aueh sonst ist der griechisehe Kaufmann von grösst-er Zuvorkom? menheit. Einem Kunden, der eben in seinern Ge? schaft gekauft hat, aber einen bestimmten Artikel gerade nicht bekommen konnte, bringt er wie ieh es kürzlich noch selbst erlebte mehrere Gas?