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De Nederlandsch-Duitsche Kultuurgemeenschap = Die Niederländisch-Deutsche Kulturgemeinschaft; orgaan der Nederlandsch-Duitsche Kultuurgemeenschap, 1944, 1944

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rcnzierter. Wie in Unordnung geraten, aus der Bahn geworfcn, erscheint dieser Teil des tes. Eine zerstörte, verschrundete Haut steigt aus dem Hals herauf. Und über einem dicken Tranens sack blickt dieses Auge aus dem Bildrahmen heraus in die Ferne, an dem Betrachter vorbei, bemerkt ihn gar nicht, als ob es jenseits von ihm Gesichte und Visionen zu erschaucn giibe. Fin kaltes Feuer leuchtet darin und man glaubt diesen Bliek in den Abgrund geriehtet, in das Inferno. Dies spielt sich ab über dem Strich eines Mundes, der einem sehon einmal in der bildenden Kunst begegnet ist,' bis man schliesslich darauf kommt, dass es der messers scharfe Mund der Dante=Büste des Bargello ist.

Wenn diese ArrassZeichnung um ein Geringes den Schleier wegnimmt von der Anonymitat und uns einen Bliek tun lasst in das wahre Gesieht des Malers, dann nahem wir uns auch ruhiger den als Selbstportrats geitenden Köpfen und Gestalten auf seinen Bildern, die alle mit dem Stieh des Jan Coek so gar keine Aehnliehkeit haben, in denen wir aber etwas von dem Gehalt jener zweiten Zeiehnung spürcn. Fntfernt könnte man höchstens an eine

Verwandtsehaft des CoeksStiehes mit dem Lom ginus auf der Wiener „Kreuztragung” denken. Aber hier ist ein wesentlieher Zug die auffallende Bewegung des Longinus aus dem Bilde heraus zum Betrachter. Der Aehnlichkeitszug um die Nase wird sehon sekundar. Ueberhaupt keine keit aber besteht zu der Figur, zu dem Manne, der auf dem linken Seitenflügel des Tryptichons von der „Versuehung des Heiligen Antonius” den von den schrecklichen Gesiehten halb broehenen Heiligen, zur linken Hand stützend, über die Brüeke führt, und der als Selbstportrat des Hieronymus Bosch angesehen wird. Diese Am nahme hat manches für sich. Denn zu oft begeg* nen wir diesem spitznasigen Asketengesicht auf seinen Tafeln (Mittelbild der Lissabonner Antos Seharfrichter der Wiener gung, rechter Seitenflügel des Gartens der Lüste), als dass es ohne besondere Bedeutung sein könnte. Fast immer ist dieser dargestellte Typ an den graus sigen Vorgangen des Bildes unbeteiligt und seine Augen sind meist voll auf den Betrachter gerichs tet. Fs scheint, als wolle er uns beruhigen über das.

Pieter Brueghel d.A.: Ausschnitt aus „Der Triumph des Todes”