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De Nederlandsch-Duitsche Kultuurgemeenschap = Die Niederländisch-Deutsche Kulturgemeinschaft; orgaan der Nederlandsch-Duitsche Kultuurgemeenschap, 1944, 1944

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niedeflandische Romantiker in der Sammhmg Reinhartshausen

von F. M. Huebner

Cornelis Springer / Der Westerstraat in Enkhuizen

Der Austausch an kulturellen Gütern zwi> schen den Niederlanden und Deutschland war zwar zu allen Zeiten rege, bat aber ab und zu gewisse, besonders ins Auge fallende Höhepunkte erreicht. Ein solcher Höhepunkt waren die Jahre 1810 bis 1840, als in der Kunst die Romantik herrschte, ein Stil der Empfindung und der Dars stellung, der Deutsche und Niederlander aufs naheste zusammenbrachte. Denn mit diesem Zeits empfinden kam bei beiden Vólkern etwas zur Sprache und zum Ausdruck, was in ihnen gleich lebendig, gleich wesensbestimmend war, eine ur; alte, nun wieder erwachte Erinnerung an schaftlich durchlebte Jahrhunderte und gemeins schaftlich gehegte Grundvorstellungen von der Welt und dem Menschen, von den Vólkern und ihrer geschichtlichen Sendung. In den Bildern der hollandischen Romantiker, der Koekkoek, Schelf* hout, van Os schwingt es wie eine unstillbare Sehn* sucht, die Sehnsucht nach „Germanien” und seiner anderen, weniger hollandisch kühlen, weniger hol*

landisch überlegsamen und rechnerischen Lebens» atmosphare. Die Bilder der niederlandischen Ro^ mantiker sind allesamt in ein warmes, schwarme^ risches Licht getaucht, bei ihrer Herstellung hat ausser dem Auge auch das Herz mitgesprochen, der abgebildete Gegenstand, sei es ein Menschen^ antlitz, eine Gruppenszene, ein Naturausschnitt, redet dementsprechend nicht nur zum Kunstsinn des Betrachters, sondern zu seinem ganzen menschs lichen Mitgefühl.

Diese Nahe zwischen deutscher und niederlans discher Kunst, diese gegenseitige Förderung der Künstlcr der beiden Lander hat etwa dreissig Jahre gedauert. Hernach, also nach dem Jahre 1840, als der Realismus in Holland einzog, wendeten sich die hollandischen Künstler westwarts, um aus einem anderen Lande, aus Frankreich, ihre Anre« gungen und Belehrungen zu holen. Der lebendige Strom des Gebcns und Nehmens zwischen der deutschen und der niederlandischen Kunst bricht damit ab, doch bleibt an die erfreuliche Zeit des