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De Nederlandsch-Duitsche Kultuurgemeenschap = Die Niederländisch-Deutsche Kulturgemeinschaft; orgaan der Nederlandsch-Duitsche Kultuurgemeenschap, 1944, 1944

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dem sie mit dem Messer stückweise absehneiden. Ein dieker Mann, dessen Weinglas auf dem Teller steht, befördert einen kleinen Bissen auf der Spitze seines Messers in den Mund. Grosse Gabeln diens ten als Werkzeug beim Sehneiden, und es galt lange als grosse Gesehickliehkeit, mit der Gabel fertigzuwerden. Fiseh wurde einfaeh gebrochen und von der Grate abgegessen. Auf einem Ges malde von Frans Hals schicht ein Mann seinem Tisehnaehbar von seinem Teller etwas Fleiseh auf dessen Teller. Er bedient sieh dabei einer Gabel mit zwei Zahnen. Löffel waren sehon früh in Ges braueh, obsehon man sieh ihrer nieht immer gut

zu bedienen wusste; wer mit seinem Löffel etwas von der gemeinsamen Se'hüssel nimmt, soll den Löffel nieht erst inr Muns de sauber maehen, lau« tet eine Mahnung an die Tise'hgaste. Man fand auch nicht dabei, jemans den mit dem Löffel zu bes dienen, mit dem man selbst gegessen batte. (Wie man auch auf dem Lande ohne Bedenken die Pfeife eines andern gebrauehte, um daraus zu rauehen.)

Aus ~Frans Hals" von G.D.Gratama (OzeamiS'Vcr Frans Hals: Fröhliche Gesellschaft

Horen wir nocll, wet; che Lebcnsregeln von, deutschcn Lehrern her=:. überkamen. Von den ans sehnlicbcn Broten, auf dem Tisch in deni : Niederlandcn lagen, hiess es, esse man nicht mn die Krume, man nelima auch die Kruste. Sehneisj de das Brot nicht voij der Brust, was bedeuten soll, dass man das Brotj nicht gegen die Brust stemmen moge, wenaj man sieh eine Seheibö absehneidet. Aueh hieïj geht es nicht an, sieh die besten Seheiben her* auszusuehen. Dass maiï nicht nach Kinderart mit den Beinen unter demi Tiseh zappeln und mi< den Handen in den Zah* nen oder in den Haaren wühlen soll, wird eben* so naehdrüeklieh ver* langt. Jaeob Cats, dei wiederholt erwahnte, wat Gesandter in England ge* wesen und galt schon darum als ein Mann von guten Manieren. Es wird jedoch bezweifelt, dass er diese Manieren aua England mitbraehte; denn der Hof Karls I. galf nicht als ein Beispiel von Vornehmheit. Damals war es dort nötig, die Jugend anzuhalten, Gesieht und Hande zu wasehen. Witer ging man niehh

Bei Tisch wurde daran erinnert, dass man mit den abgenagten Knoehen nicht auf dem Tisch hammern soll, um noch ctwas Mark hcrauszus holen. Auch moge man Knoehen, Graten, Schalen, harte und zahe Stüeke, die man nicht beissen kann und aus dem Munde nehmen musste, nicht unter den Tisch werfen, es sei denn, dass man sich nicht