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Pyura spinosa Sluiter.

Sluiter. Tuniciers recueillis en 1904, par M. Ch. Gravier, dans la Golfe de Tadjourah (Somalië francaise). Mém. Soc. Zoologique de France. 1905. T. 18, p. 16.

Die 3 mir jetzt von der Maurischen Küste vorliegenden Exemplare sind betrachtlich grösser als das früher von mir beschriebene Tier, da das grösste Exemplar 42 mm lang, 30 mm breit und 20 mm dick ist. Die Siphonen sind bis 8 mm lang und zwar ist der Branchialsipho immer breiter als der Atrialsipho. Alle Tiere sind wieder mit der dorsalen rechten Seite auf Schwammen festgewachsen. Die linke, so wie auch die ventrale, rechte Seite ist ganz nackt, ohne Fremdkörper. Auch sind bei diesen grosseren Tieren mit weit offen stehenden Öffnungen, diese letzeren viel ausgepragter vierlappig. Die eigentümlichen, stachelförmigen Schuppen, welche die ganze Oberflache bedecken, haben zwar in Hauptsache dieselbe Gestalt wie früher von mir beschrieben wurde, aber sie scheinen bei den mehr ausgewachsenen Exemplaren ihre Form doch etwas zu andern. So sind bei den kleinen Schuppen, welche den ganzen Körper bedecken, die 5 bis 7 Dornen an der Basis weniger nach innen gebogen, auch sind sie mehr gestreckt. Die grosseren Stacheln, welche mehr vereinzelt, wenn auch in ziemlich grosser Anzahl über den Körper verfeilt sind, sind auch etwas anders gestaltet als bei dem früher beschriebenen kleineren Tiere. Sie sind namlich betrachtlich starker und mehr breit konisch, wahrend sie bei dem Djibouti-Exemplar schlank waren. Dasselbe gilt auch für die grosseren Stacheln, welche auf dem Siphonen und namentlich am Rande der beiden Öffnungen besonders auf den 4 Lappen vorkommen. Endlich sei noch erwahnt, dass auch an der Innenseite der beiden Siphonen 4 Langsreihen von Schuppen vorkommen, welche die gleiche Gestalt besitzen wie die Schuppen an der Aussenseite, nur sind sie mehr br&unlich gefarbt und tragen eine etwas grössere Zahl secundarer Dörnchen an der Basis.

Für die Flimmergrube sei noch bemerkt, dass bei einem Exemplar das rechte Horn nach aussen, das linke nach innen eingerollt ist. Der Kiemensack hat im allgemeinen den Bau wie ich ihn für das kleinere Tier von Djibouti beschrieben habe, nur hat die Zahl der Kiemenspalten in den Maschen etwas zugenommen, so dass die mehr dorsal gelegenen Maschen von 10 oder 11 Spalten durchbrochen sind, die mehr ventral liegenden nur von 6 oder 7. Zwischen 2 Falten kommen gewöhnlich 4 Langsgefasse vor. Von den 16 Fühlern möchte ich noch hervorheben, das sich nur Verastelungen 2ter Ordnung finden und diese letztere sogar nur kleine stummelförmige Forts&tze darstellen.

Polycarpa asymmetrica Sluiter.

Styela asymmetrica Sluiter. Die Tunicaten der Siboga-Expedition I, pg. 87.

Es liegen mir 3 Exemplare dieser Art vor, welche Prof. Dr. P. N. van Kampen in 1907, wahrend seiner Fahrten mit dem „Gier" in der Java-See sammelte, und zwar auf 6° 26' S. und 112° 41' O., aus einer Tiefe von 30 Faden. Die Tiere stimmen im Allgemeinen sehr gut mit den Siboga-Exemplaren von der Insel Gebé überein, nur möchte ich ein paar Ergauzungen hinzufügen. Der Zellulosemantel ist bei diesen 3 Exemplaren dünner als bei den Siboga-Exemplaren und auch weniger fest. Für den Kiemensack gilt als vollst&ndiges Schema: E. 6 | 7 | 6 | 6 | 5 D. 3 | 6 | 6 | 7 | 6 E, wobei also besonders auffallt, dass rechts von der Dorsalfalte 5 und links 3 Langsgefasse auftreten. Anf die Falten kommen 8 oder 9 Langsgefasse. Die Anordnung der Quergefasse entspricht dem Schema: 143424341, wobei die Gefasse 4ter Ordnung zuweilen noch als parastigmatische Gefasschen erscheinen, wahrend ich bei den Siboga-Exemplaren keine solche fand. Für den sehr geraumigen Darm sei noch erwahnt, dass der Afterrand nicht ganz glatt ist, sondern sehr wenig tief wellenförmig eingeschnitten. Die Gonaden sind, wie ich es früher angab, fast ganz in das Gewebe der inneren musculösen Mantels versenkt, so dass sie kaum in den Peribranchialraum hervorragen. Endocarpen scheinen auf den ersten Bliek ganz zu fehlen, aber schon bei Lupenvergrösserung sieht man zahlreiche, ganz kleine Bl&schen von etwa 0.2 mm hervorragen, welche bei microscopischer

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