Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

Magen nur wenig scharf angedeütet ist. Der Enddarm ist nur kurz, was mit der ziemlich weit nach hinten liegenden Atrialöffnung zusammenhangt und der Afterrand ist tlef eingeschnitten, so dass er mit einem Kranz von fingerförmigen Papillen umstellt erscheint.

Die Fühler sind ungefahr 50 in Anzahl, wovon etwa 40 grössere. Letztere sind ziemlich lang und schmal.

Die Gonaden sind als ziemlich zahlreiche, unregelmassig angeordnete, birn- oder eiförmige Polycarpen entwickelt. Sie sind ungefahr 2 mm lang und sind nur sehr lose mit dem inneren Mantel verbunden, so dass sie sehr leicht abreissen. Das zentral liegende grosse _ Ovarium wird von den Testesblaschen und den verastelten Vasa efferentia umgeben. Die Öffnungen der kurzen Oviducte und Vasa deferentia liegen im Allgemeinen dem Atrialsipho zugewendet, wenn auch die Langsachsen der Polycarpen einander nicht immer ganz parallel verlaufen.

Fundort. Javameer, 5° 44'S. und 114° 22' O., Tiefe 32 Faden (Ex. A.); 0° 14' N., und 104° 4' O., Tiefe 13—16 Faden (Ex. B.). Beide Exemplare gesammelt von van Kampen, wahrend den Fahrten des Dampfer's „Gier."

Die beiden Exemplare stimmen in Hauptsache gut mit einander überein, nur ist bei dem einen (Ex. A) das Horn der Flimmergrube nach aussen, bei dem andern (Ex. B) nach innen gekehrt. Ferner finden sich bei Ex. A. 7 Langsgefasse zwischen der E*en una 2ten Falte und bei Ex. B nur 5.

Obgleich keine besonders auffallige Eigentümlichkeiten in ihrem Bau zeigend, kann ich diese beide Tiere doch nicht zu einer der zahlreichen Polycarpa-KxtQn bringen, die jetzt schon aus dem Malayischen Archipel bekannt sind.

Die ziemlich grosse Zahl der Fühler, die Anordnung der Langsgefasse in dem Kiemensack, der fingerförmig eingeschnittene Afterrand u. s. w. fand sich in dieser Kombination bei keiner der früher von mir beschriebenen Formen.

Distomus (Alloeocarpa) Hupferi Mchlsn., var. compacta n. var. (Fig. 3—6).

Aussere Kennzeichen. Die Koloniën bilden fiach ausgebreitete, oder auch gebogene Platten von 2—4 mm Dicke, welche auf Bryozoen und Muschelschalen aufgewachsen sind. An der Oberflache ragen die Einzeltiere, dicht gedrangt neben einander liegend, etwas hervor, besonders aber der Rand um die beiden Öffnungen. Dieser aufstehende Rand ist jetzt tief radiar gefurcht. Bei dem stark contrahierten Zustande ist in diesen Furchen nur schwierig zuweilen ein vierlappiger Einschnitt zurück zu finden. Die Öffnungen selbst sind kreisrund. Grössere und kleinere Tiere liegen unregelmassig verfeilt neben einander. Die Grössten sind an der Oberflache 3 mm lang, wahrend dann die beiden Öffnungen 2 mm von einander entfernt sind. Die Farbe der in Alkohol aufbewTahrten Exemplaren ist grau mit deutlich violettem Schimmer.

Die Einzeltiere werden bis 3Va mni lang und besitzen den typischen Habitus der Polyzoinen. Die Muskulatur ist ziemlich kraftig, so dass der Kiemensack nur undeutlich durchschimmert. Die Siphonen sind sehr kurz.

Der Zellulosemantel ist sehr fest lederartig, aber zwischen den Einzeltieren nur als dünne Lamellen entwickelt, an der Basis der Kolonie eine dickere zusammenhangende Platte bildend.

Der Kiemensack besitzt jederseits im Ganzen 11 Langsgefasse, welche in recht ungleichen Abstimden von einander entfernt sind und zwar so, dass von der Dorsalfalte abgerechnet zuerst 8 Kiemenspalten auftreten ohne ünterbrechung durch ein Langsgefass, dann folgen 5 Langsgefasse dicht neben einander mit nur je einer Kiemenspalte zwischen sich, die man also als lste Falte ansehen kann. Darauf folgen wieder 5 Kiemenspalten, dann ein Langsgefass, dann 6 Kiemenspalten. Dann folgt eine 2*e rudimentare Falte aus 3 Langsgefassen bestehend, die 1 resp. 2 Kiemenspalten zwischen sich frei lassen. Dann folgt eine Reihe von 9 nicht unterbrochenen Kiemenspalten, dann ein Langsgefass, 4 Kiemenspalten, 1 Langsgefass, 3 oder 4 Kiemenspalten und zuletzt der Endostyl. Die Quergefassen sind ungeiahr gleich breit; sehr regelmassig überbrücken parastigmatische Quergefasschen die Kiemenspalten. (Fig. 3).

Sluiten