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Die Einzeltiere erreichen jetzt noch die enorme Grosse von 47» cm und sind deutlich in Thorax, Halsteil und eigentliches Abdomen geteilt und zwar so, dass auf jedem dieser 8 Körperabschnitte regelmassig 17a cm kommt. Jedenfalls waren aber die Tiere stark zusammengezogen so dass sie im Leben noch betrachtlich langer waren. Die beiden ungefahr 27a nim langen Siphonen sind nach vorn gekehrt und münden beide direct an die Oberflaehe aus. Die Öffnungen sind nur sehr undeutlich 6-lappig, erscheinen fast kreisrund, nur dass 6 Bundel von etwas kraftigeren Langsmuskeln eine Andeutung der Sechszahl geben. Die Muskulatur des Innenkörpers ist besonders am Thorax kraftig entwickelt, so dass der Bau des Kiemensackes nicht durchschimmert; am Abdomen ist sie viel schwacher, sodass der Verlauf des Darmes leicht zu verfolgen ist. (Fig. 18).

Der Kiemensack ist gross und besitzt jedenfalls nicht weiniger als 40 Reihen von Kiemenspalten. Die Kiemenspalten sind lang, schmal und gerade gestreckt. An den Quergefassen kommen kraftige, zungenförmige Fortsatze vor, in Zahl mit den Kiemenspalten übereinkommend, genau wie es sich bei der Gattung Glossophorum verhalt. Der Endostyl ist von normaler Breite und durch die starke Kontraction des Thorax mit gedrungen-schlangelndem Verlauf. (Fig. 19).

Die Flimmergrube ist verhaltnissmassig gross und zeigt die typische C-Form vieler einfachen Ascidien. Die Öffnung des TJ-förmigen Bogens ist nach rechts gekehrt, indem das ganze Gebilde schief zur Laugsachse steht. Die beiden Hörner sind schwach nach aussen gebogen. (Fig. 20).

Die Dorsalfalte besteht aus zahlreichen lang-zungenförmigen Fortsatzen.

Die Fühler sind 32 in Anzahl und sehr regelmassig angeordnet, so dass ich immer 8 sehr grosse Fühler fand, dazwischen 8 von 2tei' Ordnung und endlich mit diesen beiden abwechselnd noch 16 betrachtlich kleinere 3ter Ordnung.

Der Darm fangt an mit einem langen und engen Ösophagus um im Vorderteil des angeschwollenen Abdomens in den langlich runden, nicht grossen Magen aus zu münden. Die Wand des Magens ist in Falten gelegt und zwar mögen etwa 8 vorkommen, welche aber schwer zu zahlen sind, da sie nicht gerade gestreckt verlaufen, sondern in ziemlich gedrungenen Schlangelungen liegen, was aber vielleicht durch Kontraktion verursacht ist. Hinter dem Magen setzt sich der Darm bis ganz hinten im Abdomen fort, biegt dann nach vorn, verschmalert sich alsbald, wahrend der enge Enddarm wieder durch den Stiel nach vorn zieht um in den glattrandigen After weit vorn im Thorax aus zu münden.

Die Gonaden liegen im Abdomen in der Darmschlinge und zwar füllt das voluminöse Ovarium fast den ganzen Raum, welcher von der Darmschlinge frei gelassen wird. Der Hoden ist etwas heller gefarbt und umgreift teilweise das Ovarium. Das Vas deferens ist weiss und besonders der Anfangsteil ist deutlich geschlangelt, wahrend es im Stiel mehr gerade verlauft.

E\ndort: West-Indien, ohne genauere Ortsangabe, gesammelt van de Wege, 1 Kolonie.

Es ist dies in mehreren Hinsichten eine sehr merkwürdige Art. Erstens fallt die enorme Grosse der Einzeltiere auf, da die Tiere in dem offenbar stark kontrahierten Zustancle noch fast einen halben Decimeter lang werden, und mit diesem Riesenwuehs gehen nun wohl andere Besonderheiten in dem anatomischen Bau Hand in Hand. So ist die Zahl der Reihen von Kiemenspalten bis auf 40 gestiegen, wahrend dié höchste bis jetzt bekannte Zahl bei dieser Gattung 24 war. Auch ist vielleicht die Form der Flimmergrube von der Grosse unserer Tiere abhiingig. Bei fast allen in Koloniën lebenden Ascidien bildet die Flimmergrube eine ungefahr kreisrunde oder ovale oder höchstens etwas nierenförmig eingebogene Öffnung, was wohl mit der Kleiuheit der Einzeltiere zusammenhangt, wobei dieser primitive Zustand wahrscheinlich erst secundar wiedererlangt ist. Bei unserem so viel grosseren Polycitor giganteus hat die Flimmergrube die typische hufeisenförmige Gestalt angenommen oder vielleicht beibehalten, wie sie so vielfach als Grundform bei den grosseren einfach bleibenden Ascidien auftritt,

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